Iserlohn. Welche Herausforderungen gibt es für die Feuerwehren in den nächsten Jahren zu meistern? Diese Frage stellten sich die Mitglieder des Feuerwehrverbandes Märkischer Kreis zusammen mit dem Vorsitzenden Jan Heinisch vom Verband der Feuerwehren in NRW (VdF NRW) und Iserlohns stellvertretendem Bürgermeister Thorsten Schick (CDU) sowie CDU-Landratskandidat Marco Voge. Beide hatten zu dem Treffen auf der Feuerwache in Iserlohn eingeladen.

„Das System Feuerwehr zählt nicht unbedingt zu den innovativsten“, so Jan Heinisch. In Frankreich, führte er als Beispiel an, werden Drohnen nicht nur zur Erkundung bei der Suche nach Vermissten oder Waldbränden eingesetzt, sondern auch zur Warnung der Bevölkerung per Lautsprechern, die an der Drohne befestigt sind. „Wir müssen uns mit Innovationen leichter tun“, gab er einen Appell an die Zuhörer weiter.

„Die Feuerwehr kann nicht funktionieren ohne Personal“, ein weiteres wichtiges Thema für die Zukunft. Die Feuerwehr müsse sich auch dahingehend öffnen, das sie z. B. Spezialisten für manche Bereiche in Ihren Reihen aufnehmen kann, auch wenn diese gesundheitlich nicht tauglich für die Arbeit an vorderste Front sind. „Wenn jemand  eine Drohne Steuern kann, dann ist uns damit doch auch schon sehr geholfen“, so Heinisch. Ebenfalls wichtig sei die Arbeit in den Kinder- und Jugendfeuerwehren für die Nachwuchsgewinnung. Man dürfe aber auch nicht die Alters- und Ehrenabteilung vergessen. „Feuerwehr ist eine Familie“, so der Vorsitzende des VdF NRW.

Ein weiteres Thema was die Feuerwehren in Zukunft noch viel beschäftigen werde: die Gefahren von verunfallten E-Autos.

Akkus von E-Autos im mobilen Wasserbad löschen

Kommt es zu einem Unfall, dann geht von den Akkus eine hohe Brandgefahr aus. Wie löscht man diese Akkus? Dafür hatten die ebenfalls eingeladen Vertreter der Firma Paul Müller aus Balve eine Lösung dabei. Draußen auf dem Hof der Feuerwehr stand ein Tieflader: der „Müller Safety Trailer“. Dabei handelt es sich um einen Lkw-Multifunktionsanhänger (MST), in dem unter anderem E-Autos nach einem Unfall „gelöscht“ werden können. Das havarierte Fahrzeug wird mit dem MST geborgen, anschließend kann der Anhänger mit Wasser bis zu einer Höhe von 1,12 Metern geflutet werden. So können die Akkus mehrere Tage gekühlt werden.

Aber auch als mobiler Pufferspeicher, zum Beispiel bei Waldbränden oder zum Transport von Gerätschaften, kann der wasserdichte MST verwendet werden.

Jörg Jansen stellte seinen Playmobil-Nachbau des Saftey Trailers vor.

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