Altena/Iserlohn. Die NRW-Landesregierung hat ein Sonderprogramm „Heimat, Tradition und Brauchtum“ zur Unterstützung von Vereinen und Verbänden aufgelegt, denen während der Corona-Lage durch Ausfälle von Einnahmen oder durch höhere Kosten die Zahlungsunfähigkeit droht. Am Montag (29. Juni) soll der Haushaltsausschuss des Landtags die Gelder in Höhe von 23 Millionen Euro aus dem NRW-Rettungspaket plus weiteren fünf Millionen Euro aus Landesmitteln freigeben.

Darauf machen die beiden CDU-Landtagsabgeordneten aus dem nördlichen Märkischen Kreis, Thorsten Schick (Iserlohn) und Marco Voge (Balve), aufmerksam. Von dem Programm profitierten auch und gerade die Schützenvereine und ‑verbände, stellen die beiden CDU-Politiker fest.

Liquiditätsengpass muss nachgewiesen werden

Die Voraussetzung für die Unterstützung ist der Nachweis eines Liquiditätsengpasses. Das NRW-Heimatministerium teilt dazu mit: „Gemeinnützige Vereine oder Organisationen, die im Sinne ihrer satzungsgemäßen Aktivitäten den Bereichen Heimat, Tradition und Brauchtum zuzuordnen sind, sollen zur Überwindung eines durch die Corona-Krise verursachten existenzgefährdenden Liquiditätsengpasses beim Land Nordrhein-Westfalen einen einmaligen Zuschuss in Höhe von bis zu 15.000 Euro beantragen können. Die Unterstützung richtet sich nach dem tatsächlichen Bedarf.”

Und weiter heißt es: „Voraussetzung für die Gewährung der Sonderhilfe ist die Vermeidung eines durch die Corona-Pandemie verursachten Liquiditätsengpasses, der zu einer Existenzgefährdung in Form einer drohenden Zahlungsunfähigkeit führen könnte. Die existenzbedrohende wirtschaftliche Lage und/oder der finanzielle Engpass muss aufgrund des Wegfalls von Einnahmen und/oder nicht zu verhindernden Ausgaben durch die Corona-Pandemie eingetreten sein.”

Anträge ab 15. Juli möglich

Anträge auf Unterstützung können ab dem 15. Juli über die Bezirksregierung Arnsberg gestellt werden.

Durch die Corona-Pandemie seien einige Vereine in Schwierigkeiten gekommen, weil Großveranstaltungen verboten und Einnahmen weggebrochen sind, so die CDU-Abgeordneten Schick und Voge. Gleichzeitig seien Vereine auf ihren Kosten sitzen geblieben, denn die Vereins- oder Veranstaltungsräumlichkeiten müssten weiter unterhalten, Mieten entrichtet oder andere Fixkosten getragen werden. „Genau da setzt das Sonderprogramm der Landesregierung an“, urteilen Thorsten Schick und Marco Voge.

Das Sonderprogramm der Landesregierung sei „eine sehr gute Nachricht und ganz klar eine Stärkung des Ehrenamts in unserer Region. Unsere Schützen- und Brauchtumsvereine stehen für Tradition und Gemeinschaft. Sie geben den Menschen auch in der heutigen, schnelllebigen Zeit das gute Gefühl, Werte und Traditionen zu erhalten. Und sie machen ein Angebot zum Miteinander, das weit über die Reihen der eigenen Mitglieder und ihrer Familien hinausreicht. Schützen- und Brauchtumsvereine vertiefen die Bindung zu unserer Heimat“, erklären Schick und Voge.

Landesheimatministerin Ina Scharrenbach (CDU) mit den CDU-Abgeordneten Thorsten Schick (Iserlohn, links) und Marco Voge (Balve).

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