Altena-Dahle. Wie extrem wichtig ein Anschluss ans schnelle Internet für Unternehmen auch in eher ländlichen Gebieten ist, hat Landeswirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) jetzt bei einem Besuch des Maschinenbauunternehmens Schmale im Altenaer Ortsteil Dahle erfahren.

Beim Besuch des FDP-Politikers ging es nur ganz am Rande um Corona, denn das Altenaer Maschinenbau-Unternehmen läuft nach eigenen Angaben trotz der Krise gut. Als innovatives Unternehmen, das in die Bereiche Forschung und Entwicklung investiert, geht es für Schmale wirtschaftlich seit Jahren bergauf. „Innovationsmotor Mittelstand in der Provinz“ lautete daher das Thema für den Ministerbesuch.

4-mal schneller als Anlagen der Konkurrenz

Das Unternehmen aus Altena-Dahle entwickelt permanent neue technische Lösungen für die schnellere und effizientere Bearbeitung von Draht, Band und Rohrmaterial. Innovationen, die in der Branche immer wieder für Aufsehen sorgen. Aktuell präsentiert das Unternehmen eine vollautomatische Drahtbiegemaschine, „die etwa 4-mal schneller arbeitet, als die schnellsten Anlagen der Mitbewerber“, wirbt Schmale. 40 komplexe Drahtbiegeteile mit insgesamt 280 Umformprozessen pro Minute schafft die Anlage.

Beteiligung an Forschungsprojekt

Zudem ist das Maschinenbauunternehmen in ein vom Bund gefördertes Forschungsprojekt zum Thema Industrie 4.0 („Digitaler 3D-Maschinenzwilling“) eingebunden. Das Problem: Die schlechte infrastrukturelle Versorgung im ländlichen Bereich, zum Beispiel mit schnellem Internet, könnte für den Maschinenbauer zur Stolperfalle werden. Für ein innovatives Unternehmen sei eine gute Netzanbindung heute essentiell, machten die Unternehmensvertreter gegenüber dem Minister deutlich. Seit Jahren wartet man bei Schmale auf die immer wieder versprochene und dann ebenso oft vertagte schnelle Internetverbindung. Wenn das Projekt mit dem digitalen Maschinenzwilling 2021 in seine heiße Phase eintritt, werde ein schneller Datenfluss unverzichtbar.

Große Unternehmen oder Konzerne, wie beispielweise die Automobilhersteller, lagerten Risiken rund um die Entwicklung und Digitalisierung gerne an innovative, kleine Ideenschmieden wie Schmale aus. Aus diesem Grund wünsche sich das Unternehmen bei zukünftigen Forschungsprojekten mehr Unterstützung, zum Beispiel in Form von Landesbürgschaften. Die Politiker zeigten sich beeindruckt von der Leistungsfähigkeit und Innovationskraft des mit 60 Mitarbeitern eher kleinen Unternehmens und versprachen, sich für eine bessere Infrastruktur in Südwestfalen zu engagieren.

LOKALSTIMME.DE hat im Anschluss an den Unternehmensbesuch NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart nach seinen Eindrücken gefragt und mit Schmale-Vertriebsleiter Andreas Goseberg gesprochen. Das Video dazu finden Sie hier:

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