Altena. Wie die Lenne-Kliniken in ihrer heutigen Pressemitteilung bekannt geben haben, wurde beim Amtsgericht Hagen ein Insolvenzantrag für das St. Vinzenz Krankenhaus und das St. Vinzenz Seniorenzentrum in Altena gestellt. Ob es für die beiden Einrichtungen eine Zukunft gibt ist ungewiss.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

Nach Monaten der Ungewissheit steht es für die Mitarbeiter der Lenne-Kliniken GmbH nun fest. Die Geschäftsführung hat heute den Insolvenzantrag für das St. Vinzenz Krankenhaus und das St. Vinzenz Seniorenzentrum gestellt.
Die Finanzlage hat uns zu diesem Schritt gezwungen, so die Geschäftsführung der Lenne-Kliniken GmbH. „Es besteht keinerlei Spielraum mehr hinsichtlich der Zahlungsfähigkeit, obgleich noch offene Forderungen im sechsstelligen Bereich nachweisbar in den Büchern stehen.“


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Gehälter wurden nur noch in Teilbeträgen ausgezahlt

Bereits seit Monaten mussten die Mitarbeiter hinnehmen, dass Ihre Gehälter mit erheblicher Verzögerung und nur noch in Teilbeträgen ausgezahlt werden konnten. „Der Insolvenzantrag war nötig“, so Frau Andrea Arnold, Geschäftsführerin der Lenne-Kliniken GmbH, „war nötig zum Schutz der Mitarbeiter“. Mit diesem Schritt können die Mitarbeiter zunächst erst einmal insoweit aufatmen, dass ihre anstehenden Gehälter über das Insolvenzverfahren abgesichert sind.

Alle Planungen und Konzepte jeglicher Art sind mit diesem Schritt auf Eis gelegt. In den nächsten Tagen wird das Amtsgericht Hagen einen Sachverwalter bestimmen, der sich dann einen eigenen Überblick über eine möglich positive Fortführungsprognose verschaffen wird. Ob dies gelingen wird, können wir derzeit nicht beantworten. Nicht weil wir es nicht wollen, sondern weil uns die Hände derzeit gebunden sind.

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