Iserlohn-Kesbern. Zwölf Stunden Arbeit täglich, steigende Kosten und eine ungewisse Zukunft: Iserlohns letzter Milchbauer zieht Konsequenzen für seinen Traditionshof in Kesbern.
In Kesbern steht ein Stück Landwirtschaftsgeschichte vor dem Ende: Henning Jochheim (51) plant, die Milchwirtschaft auf seinem Familienhof schrittweise einzustellen. Der Betrieb gilt als letzter landwirtschaftlicher Erwerbsbetrieb in Iserlohn, der hauptsächlich von der Milchproduktion lebt. Damit könnte nach mehr als 200 Jahren eine Familientradition enden.
Rund 90 bis 100 Rinder leben derzeit auf dem 54 Hektar großen Hof. Jochheim arbeitet zwölf Stunden täglich, sechs Tage pro Woche. Die körperliche Belastung wächst, während Investitionen in moderne Technik kaum wirtschaftlich erscheinen. Gemeinsam mit seinem Vater Friedrich (77) hat er deshalb entschieden, den Betrieb künftig anders auszurichten. „Es ist schade, aber die wirtschaftliche Vernunft steht da im Vordergrund“, sagt Friedrich Jochheim.
Welche Zukunftspläne die Familie für ihren Hof verfolgt, wie sich die Landwirtschaft in Iserlohn verändert hat und warum kleinere Milchbetriebe zunehmend unter Druck geraten, berichtet unser Partner-Portal IKZ-online.de: Leiser Rückzug – wie Iserlohns letzter größerer Milchbetrieb die Zukunft plant.



