Menden. Eine Familie aus Menden zahlt mehrere Tausend Euro für zwei Stunden Rattenbekämpfung. Am nächsten Tag läuft die Ratte wieder durchs Haus.
Eine Familie aus Menden hat am Donnerstag mehrere Tausend Euro für einen rund zweistündigen Einsatz von Rattenbekämpfern bezahlt und anschließend Anzeige wegen Betrugs erstattet. Auslöser waren Zweifel an der Dienstleistung, nachdem den Auftraggebern die Ratte am nächsten Tag erneut begegnet war.
Wie die Polizei berichtet, hatten die Mendener die Adresse der Schädlingsbekämpfungsfirma im Internet gefunden. Gegen 20 Uhr erschienen zwei Männer, suchten zwei Stunden lang nach Kot, stellten Fallen auf und legten Giftköder aus. Noch am selben Abend verlangten sie mehrere Tausend Euro in bar, einschließlich Mehrwertsteuer.
Eine Rechnung stellten die beiden Männer nur widerwillig aus – und zwar über einen winzigen Teilbetrag. Zur Begründung sagten sie, sie müssten die Rechnung ihrem Chef vorlegen und hätten die Arbeit „nebenbei“ erledigt. Bei einer „richtigen“ Rechnung müsste die Frau wesentlich mehr bezahlen. Am nächsten Tag erreichte niemand mehr die angegebene Telefonnummer.
Polizei rät: Impressum prüfen und Preis vorher vereinbaren
Die Polizei empfiehlt, das Impressum solcher Webseiten genau zu lesen: Welche Qualifikationen hat das Unternehmen? Darf es die Dienste überhaupt anbieten? Einen Preis sollten Kunden bereits am Telefon vereinbaren. Bestehen die „Bekämpfer“ auf hohen Preisforderungen, sollten Betroffene die Polizei rufen. Außerdem rät die Polizei, eine ordnungsgemäße Rechnung zu verlangen – nur dann lassen sich Gewährleistungsansprüche durchsetzen.



