Nachrodt-Wiblingwerde. Am Bahnübergang Helbecke in Nachrodt sind Schranken und Ampeln außer Betrieb. Die Deutsche Bahn erläutert, was dahinter steckt.
Verunsicherung herrscht am Bahnübergang Helbecke: Die beiden Schranken sind mit schwarzem Klebeband ummantelt und in der geöffneten Stellung eingefroren. Die Ampeln sind mit einem roten Kreuz abgeklebt.
Auf Nachfrage erklärt die Pressestelle der Deutschen Bahn NRW: Die Bahnstrecke ist derzeit gesperrt. Seit Dienstagabend fahren dort keine regulären Züge mehr. Daher wurden die Schranken außer Betrieb genommen.
Vorsicht ist dennoch geboten, denn Rangierfahrten bzw. Baulogikfahrten finden weiter statt. Diese Züge fahren nach Auskunft der Bahn mit max. 20 km/h und nähern sich jedem Bahnübergang langsam. Sie müssen bevor sie den Bahnübergang passieren ein akustisches Signal abgeben und für die Sicherung des Bahnübergangs sorgen.
Schritttempo, stets bremsbereit sein, Augen und Ohren auf
Laut den gesetzlichen Vorgaben der deutschen Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) sowie den offiziellen Sicherheitsrichtlinien für den Bahnverkehr gilt folgendes: „Wenn die Schranken eines Bahnübergangs dauerhaft hochgestellt oder offensichtlich außer Betrieb sind, müssen sich Fußgänger und Verkehrsteilnehmer dem Übergang mit äußerster Vorsicht nähern.“ Dazu gehöre, die Geschwindigkeit stark zu reduzieren, am besten im Schritttempo fahren. Zudem bremsbereit sein: „Stellen Sie sich darauf ein, jederzeit sofort anhalten zu können. Schalten Sie das Radio aus und öffnen Sie das Fenster. Achten Sie auf Pfeifsignale herannahender Züge und schauen Sie die Strecke in beide Richtungen gründlich ab“, lauten die Vorgaben weiter. Im Zweifel warten: Wenn die Sicht eingeschränkt ist (z. B. durch Kurven, Gebüsch oder Nebel) oder man unsicher sei, solle man vor dem Bahnübergang anhalten. Unbedingt sollte die Vorfahrt des Zuges beachtet werden: „Züge haben auf Schienenstrecken immer Vorfahrt. Eine defekte oder abgestellte Schranke hebt diese Vorfahrt nicht auf.“



