Altena. Ein 31-Jähriger hat ein Zimmer über ein Reiseportal gebucht und vorab bezahlt– doch an der Rezeption kennt niemand seine Buchung. Nun ermittelt die Polizei wegen Betrugs.
Ein 31 Jahre alter Mann aus Altena ist offenbar auf ein Fake-Angebot in einem Reiseportal hereingefallen. Am Samstag wollte er mit drei weiteren Personen in einem Hotel in Norddeutschland einchecken. Doch an der Rezeption wurde er abgewiesen: Alle Zimmer seien belegt, das Hotel sei gar nicht auf dem Reiseportal vertreten. Außerdem sei er nicht der Erste an diesem Tag, der mit einer Fake-Buchungsbestätigung anreisen wolle. Der Altenaer erstattete online Anzeige bei der Polizei in Niedersachsen. Er hatte den Hotelaufenthalt vorab per PayPal bezahlt.
Die Polizei warnt: Selbst in etablierten Reise-Portalen finden sich immer wieder Fake-Angebote. Fotos schöner Hotels lassen sich aus dem Internet kopieren. Betrüger machen verlockend günstige Angebote. Die Zahlungen leiten sie oft über fremde Konten, so dass Ermittlungen der Polizei ins Leere laufen. Wer solche Betrügereien vermeiden will, der sollte einige Hinweise beim Bezahlen von Hotels oder Ferienwohnungen beachten: Am besten für den Kunden ist es, wenn er erst an der Unterkunft bezahlen muss. Doch weil viele Kunden ihre Reisen einfach nicht antreten, ohne zu stornieren, wollen sich Vermieter und Hoteliers natürlich absichern. Auf der sicheren Seite ist man auch, wenn der Vermittler, also in diesem Fall das Buchungsportal, ein eigenes Bezahlsystem anbietet. Der Kunde zahlt dann zunächst an den Vermittler und erstattet die Kosten je nach Reisebedingung bei Stornierungen oder Problemen.
Betrüger nutzen unterschiedliche Maschen
Ähnlich wie bei Verkaufsportalen lauert aber auch in diesem Fall eine weitere Falle: Betrüger versuchen ihre Opfer an dem Bezahlsystem vorbei zu lotsen, indem sie Links oder QR-Codes verschicken. Wer diesem Link folgt, der landet auf Fake-Seiten. Die Konto-Daten und das Geld landen dann wieder nur in dunklen Kanälen. Nur wer die Zahlung unmittelbar online in seinem Buchungsportal-Konto oder per Buchungsapp abwickelt, ist sicher, dass das Geld auf dem richtigen Konto landet.
Es gibt auch Fälle, in denen sich Betrüger in das Konto des Hotels gehackt haben. Von dort verschicken sie kurz vor der Reise Mails und behaupten, bei der Bezahlung sei etwas schiefgelaufen. Sie fordern den Kunden auf, die Bezahlung noch einmal zu veranlassen – diesmal auf ein anderes Konto. Im Zweifel sollten Kunden telefonisch bei ihrem Hotel nachfragen oder sich an den Service ihres Buchungsportals wenden – aber bitte unter der im Portal angegebenen Telefonnummer.



