Märkischer Kreis. Die Hitzewelle im Märkischen Kreis soll am Wochenende ihren Höhepunkt erreichen. Die Bevölkerung, besonders aber auch Veranstalter sollten sich auf die extremen Wetterbedingungen vorbereiten, mahnt das DRK.
Für das kommende Wochenende sind im Märkischen Kreis Temperaturen von bis zu 37 Grad Celsius angekündigt. Der DRK-Kreisverband appelliert an Veranstalter geplanter Outdoor-Veranstaltungen, Kommunen und die Bevölkerung, die extreme Hitze ernst zu nehmen und konsequent vorzusorgen.
Appell an Veranstalter im Märkischen Kreis
Der DRK-Kreisverband bittet alle Verantwortlichen geplanter Veranstaltungen in den nächsten Tagen, folgende Maßnahmen zu prüfen und – soweit wie möglich – umzusetzen:
- Trinkwasser kostenlos oder vergünstigt anbieten: Frei zugängliche Trinkwasserstellen sind die wirksamste Einzelmaßnahme gegen hitzebedingte Erkrankungen. Sie entlasten Gäste finanziell, reduzieren Notfälle und sind in vielen Städten und Kommunen mittlerweile etablierter Standard.
- Programm und Lage prüfen: Wo es möglich ist, sollten Veranstalter in Abstimmung mit den zuständigen Ordnungsbehörden prüfen, ob einzelne Programmpunkte zeitlich verlegt, verkürzt oder in die kühleren Abendstunden verschoben werden können. Schattenflächen, gekühlte Rückzugsorte und – wo verfügbar – Wasservernebler sollten in die Planung einbezogen werden.
- Sanitätsdienstliche Absicherung rechtzeitig sicherstellen: Bei erwarteter Hitzebelastung ist eine qualifizierte sanitätsdienstliche Absicherung durch das DRK oder eine andere anerkannte Hilfsorganisation dringend zu empfehlen – auch bei Veranstaltungen, die unter normalen Bedingungen ohne sie auskommen. Anfragen sollten möglichst frühzeitig gestellt werden, nicht erst wenige Tage vor dem Termin.
- Gäste aktiv informieren: Hinweise zu Sonnenschutz, Trinkmöglichkeiten und Schattenflächen über Lautsprecherdurchsagen, Aushänge oder Social-Media-Kanäle erreichen auch jene Gäste, die selbst nicht aktiv vorgesorgt haben. Besonders vulnerable Gruppen – ältere Menschen, Kinder, chronisch Kranke – sollten gezielt angesprochen werden.
Der DRK-Kreisverband weist darauf hin, dass die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Bereitschaften aktuell stark eingebunden sind. „Unsere Ehrenamtlichen leisten gerade Außergewöhnliches, und wir prüfe jede Anfrage, soweit es geht“, so Pascal Hülle, Vorstand des Kreisverbandes. „Veranstalter sollten aber bedenken: Eine sanitätsdienstliche Absicherung braucht Planung – sowohl bei der Personalstärke als auch bei der Qualifikation. Wer für kommende Sommer-Veranstaltungen plant, ist gut beraten, uns frühzeitig anzusprechen.“
Hinweise an die Bevölkerung
Auch unabhängig von Veranstaltungen gilt für die kommenden Tage:
- Ausreichend trinken, vorzugsweise Wasser. Richtwert: mindestens zwei bis drei Liter über den Tag verteilt, bei körperlicher Aktivität deutlich mehr.
- Die Mittagshitze meiden und körperliche Anstrengung in die Morgen- oder Abendstunden verlegen.
- Helle, luftige Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnenschutzmittel nutzen.
- Wohnräume in den kühlen Morgen- und Abendstunden lüften, tagsüber abdunkeln.
- Ältere Nachbarn, alleinstehende Angehörige und Pflegebedürftige aktiv nach ihrem Wohlbefinden fragen – Hitze trifft sie besonders hart, ohne dass sie selbst Alarm schlagen.
- Tiere und Kinder niemals im Auto oder in praller Sonne allein zurücklassen.
Bei Anzeichen eines Hitzeschlags oder einer schweren Hitzeerschöpfung – insbesondere bei Verwirrtheit, Bewusstseinsstörungen, hohes Fieber, trockene Haut, Krampfanfälle – ist umgehend der Notruf 112 zu wählen.
Hilfreiche weiterführende Informationen bietet der Deutsche Wetterdienst (Hitzewarnungen unter dwd.de), die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärungen (bzga.de) sowie das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und
Katastrophenhilfe (bbk.bund.de).



