Altena. FWG-Hauptmann Alexander Grass „freut sich wie Bolle“. Denn: Das Sicherheitskonzept für das Schützenfest in Altena ist genehmigt. Und der neue Weg, den die Schützen an der Lenne entlang marschieren, hat bereits einen Spitznamen.
Mit dem genehmigten Sicherheitskonzept kann das Schützenfest der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft vom 5. bis 7. Juni in Altena nun endgültig stattfinden. Nach intensiven Abstimmungen zwischen Gesellschaft, Sicherheitsbehörden und Stadtverwaltung ist für Hauptmann Alexander Grass und seinen Schriftführer Frank Henkel damit eine lange Phase der Vorbereitung erfolgreich abgeschlossen. „Ich freue mich wie Bolle“, sagte Grass im Gespräch mit LOKALSTIMME – übrigens ein Lieblingsspruch des Hauptmanns und inzwischen Running Gag unter den Schützen.
Grass lobte die Zusammenarbeit mit der Stadt Altena, „dass zum Schluss doch alles reibungslos geklappt hat.“ Nach einigem Hin und Her sei er jetzt sehr froh. Gleichzeitig machte der Hauptmann deutlich, dass die Anforderungen an die Sicherheit deutlich umfangreicher seien als noch bei den vergangenen Schützenfesten. „Aber so ist das jetzt leider.“
Märsche werden dauerhaft vom Sicherheitsdienst begleitet
Zentraler Bestandteil des Konzepts: die Absicherung der Marschwege. Die Schützen werden bei allen Umzügen dauerhaft von einem Sicherheitsdienst begleitet. Vor und hinter den Marschgruppen laufen Sicherheitskräfte mit, zusätzlich sichern Ordner die Seitenbereiche ab. Unterstützt wird das Konzept außerdem durch Mitarbeiter des Baubetriebshofes, die die Zufahrten entlang der Marschrouten mit Fahrzeugen und Schranken absperren.
Besondere Bedeutung kommt dem amtlich sogenannten Wirtschaftsweg entlang der Lenne zu. Der parallel zur Lindenstraße verlaufende Schotterweg wurde bisher meistens nur für Gassirunden genutzt, jetzt dient er den Schützen als terrorsicherer Weg während des Festes. Eigens für diesen Zweck wurde der Weg frei geschnitten und zur weiteren Gefahrenabwehr besser befestigt. Gut sieht er jetzt aus und neben der eher sachlichen Verwaltungsbezeichnung kursieren in Altena deutlich kreativere Namen: „Friedrich-Wilhelms-Allee“ oder gar „Hauptmann-Bolle-Allee“ – letztere Variante sehr zur Freude von Alexander Grass.

So wie am Freitagmittag (22. Mai) wird es Anfang der Woche am Parkplatz Langer Kamp nicht mehr aussehen. Dort herrscht ab dem 26. Mai Parkverbot, um Platz für den Festplatz zu schaffen. Foto: Ilka Kremer
Falschparker werden konsequent abgeschleppt
Wegen des Schützenfestes in Altena gelten vom 26. Mai bis 11. Juni umfangreich geänderte Verkehrsregelungen in der Innenstadt, das teilte am Freitag (22. Mai) der Pressesprecher der Stadt, Hanno Grundmann, mit. Die Lenneuferstraße wird ab Parkplatz Langer Kamp sowie ab der Lindenstraße unter der Pott-Jost-Brücke in Richtung Innenstadt voll gesperrt, die MVG-Busse werden über die Lüdenscheider Straße umgeleitet. Burg Altena und Freiheitstraße bleiben über die Marktstraße erreichbar, für den Lieferverkehr zum Stapelcenter wird eine provisorische Zufahrt über den Parkplatz Langer Kamp eingerichtet.
Während der Festtage befindet sich der Taxistand auf dem Bungernplatz. Zusätzlich richten Stadt und Polizei entlang der Marschwege Haltverbotszonen ein – unter anderem in der Kirchstraße und der Freiheitstraße. Widerrechtlich abgestellte Fahrzeuge sollen konsequent abgeschleppt werden, heißt es in der Presseinfo. Das Parkhaus Bungern und das Behördenparkhaus an der Bismarckstraße bleiben geöffnet, der Parkplatz an den Stadtwerken wird dagegen vom 3. Juni, 20 Uhr, bis zum 5. Juni, 20 Uhr, ebenfalls gesperrt.



