Neuenrade. Ein Polizist hat bei einem Einsatz wegen Eindringlingen auf einem Steinbruchgelände ein Neuenrade auf einen heranstürmenden Rottweiler geschossen. Der Hund wurde mit Verletzungen zum Tierarzt gebracht.
Bei einem Polizeieinsatz wegen Hausfriedensbruchs an einem Steinbruch in Neuenrade kam es heute zu einem Schusswaffengebrauch gegen einen Rottweiler. Gegen 12.45 Uhr stellten die Beamten laute Musik auf dem eingezäunten Gelände fest, auf das sich bereits am Wochenende Personen widerrechtlich Zutritt verschafft hatten. Um sie des Platzes zu verweisen, betraten die Polizisten das Gelände. Hier stürmte der nicht angeleinte Hund auf sie zu, der auch auf Zuruf der Halterin nicht reagierte. Die Polizisten gingen beim Heranstürmen des Tieres laut Pressemitteilung von einer Gefahr für sich aus und gaben einen Schuss auf den Rottweiler ab. Sie trafen das Bein des Hundes, der zur tiermedizinischen Versorgung in Behandlung gegeben wurde.
„Grundsätzlich gilt: Der Gebrauch der Schusswaffe auch gegen Tiere ist für Polizeibeamte immer das letzte Mittel“, teilt die Kreispolizeibehörde weiter mit. Polizeibeamte seien geschult im Umgang mit der Dienstwaffe und müssten jeden einzelnen Schuss sorgsam abwägen. „Eine Schussabgabe ist eine Ausnahmesituation und hat Folgen. Daher wird die Dienstwaffe von Polizeibeamten nicht leichtfertig genutzt.“
Im Folgenden wird nun geprüft, ob Verstöße gegen die Pflichten der 28 Jahre alten Hundehalterin aus Iserlohn vorliegen. Die insgesamt sechs Personen, die sich auf dem Gelände befanden, erhielten einen Platzverweis. Ein Strafverfahren wegen Hausfriedensbruchs wurde eingeleitet.



