Nachrodt-Wiblingwerde. Eine aufwendig inszenierte Waldbrandübung hat der Löschzug 2 der Freiwilligen Feuerwehr Nachrodt-Wiblingwerde am Sonntag absolviert. Es war ein gezielter Test, ob sich das neu erarbeitete Waldbrandkonzept bewährt.
Ort des Geschehens: die Becke, ein Bereich zwischen Rennerde und Eilerde, wo derzeit die Arbeiten an den Hochspannungsmasten laufen. „Dort sind die Wege deswegen sehr gut ausgebaut und mit schweren Fahrzeugen gut zu befahren“, erläutert Tobias Murza, stellvertretender Wehrleiter, die Wahl des Geländes. Vorbereitet wurde das Szenario von zwei engagierten Mitgliedern des Wiblingwerder Löschzuges, die mit Rauchbomben und Nebelmaschinen einen Waldbrand simulierten. „Die Übung stellte die Einsatzkräfte vor ein komplexes und äußerst realistisches Lagebild, das sowohl taktisches Vorgehen als auch die Zusammenarbeit der Einheiten forderte“, so Murza.

Mit Hilfe dieser Wasserblase stellten die Einsatzkräfte die Wasserversorgung mitten im Wald sicher. Foto: Feuerwehr Altena
Werkfeuerwehr und Löschgruppe Drescheid stellten Wasserversorgung sicher
Unterstützt wurde der Löschzug 2 durch die Werkfeuerwehr VDM Metals Altena sowie die Löschgruppe Drescheid der Freiwilligen Feuerwehr Altena, die mit zwei Löschfahrzeugen vor Ort war. Ihre Hauptaufgabe bestand darin, mit Hilfe einer Wasserblase eine zuverlässige Wasserversorgung sicherzustellen. Insgesamt waren rund 50 Einsatzkräfte an der Übung beteiligt. „Auch im Ernstfall sind wir auf die Unterstützung benachbarter Feuerwehren angewiesen und sehr dankbar für die gute Zusammenarbeit„, verdeutlichte Murza.
Bewährungsprobe für neues Waldbrandkonzept
Die Übung mit anschließender Nachbesprechung dauerte von 8 bis 14 Uhr. Die Nachbesprechung ist ein wesentlicher Bestandteil solcher Übungen, um Abläufe zu reflektieren und Verbesserungspotenziale zu identifizieren. Das Fazit fiel insgesamt positiv aus. „Das neue Waldbrandkonzept hat sich in der Praxis bewährt. Natürlich sind auch einige kleinere Punkte aufgefallen, die noch verbessert werden können – aber genau dafür sind solche Übungen da“, erklärte Murza im Gespräch mit LOKALSTIMME.

Löscharbeiten mitten im Wald: Am Sonntag nur eine Übung, aber Vegetationsbrände können jederzeit entstehen. Foto: Feuerwehr Nachrodt-Wiblingwerde
Vegetationsbrände können jederzeit entstehen – insbesondere in trockenen Perioden – und stellen eine wachsende Herausforderung für die Einsatzkräfte dar. Um im Ernstfall schnell und effektiv reagieren zu können, sei es daher unerlässlich, dass die Feuerwehr entsprechend vorbereitet und ausgerüstet ist. „Übungen wie diese leisten einen wichtigen Beitrag dazu, solche Lagen sicher unter Kontrolle zu bringen“, bringt es der stellvertretende Wehrleiter auf den Punkt.



