Altena/Nachrodt-Wiblingwerde. Die UGG hatte angekündigt, in Altena und Nachrodt-Wiblingwerde den Glasfaseranbau voranzutreiben. Doch jetzt zieht sich das Unternehmen zurück. Was das für Kunden bedeutet.
Der ohnehin stockende Glasfaser-Ausbau in Altena und Nachrodt-Wiblingwerde kommt nun wohl größtenteils zum Erliegen. Das Unternehmen „Unsere Grüne Glasfaser“ (UGG) hat sich nach Mitteilungen der beiden Kommunen dazu entschlossen, die eigenen Projekte zum Ausbau der Glasfaser-Infrastruktur neu zu bewerten und die Arbeiten sowohl in Altena als auch in Nachrodt-Wiblingwerde zu stoppen. Aus Iserlohn, Hemer und Menden, wo die UGG ebenfalls tätig ist, lagen zunächst keine Informationen vor.
Der Stadt Altena habe die UGG laut Stadtsprecher Hanno Grundmann Folgendes mitgeteilt: „Aufgrund von veränderten Rahmenbedingungen im deutschen Glasfasermarkt konzentriert sich der Ausbau von Unsere Grüne Glasfaser (UGG) in den Jahren 2026/2027 auf die am schnellsten zu realisierenden Glasfaserprojekte. Ziel ist es, in kurzer Zeit möglichst viele Haushalte an das UGG-Netz anzuschließen. Mit diesem Fokus wurden Ausbauprojekte neu priorisiert, das Ausbaugebiet in Altena musste angepasst werden.“ Gleiches gilt für das Ausbaugebiet in Nachrodt-Wiblingwerde.
Eine genaue Übersicht seitens der UGG, welche Maßnahmen zu Ende gebracht werden und welche nicht, steht noch aus. Hier ist von öffentlicher Seite der Märkische Kreis federführend und soll von der UGG dazu informiert werden, so die Zusicherung der Gesellschaft.
Kommunen haben keine Handhabe
Die Stadt Altena habe keinerlei Einflussmöglichkeiten auf diese private, eigenwirtschaftliche Maßnahme und die Entscheidungen der UGG dazu. Es gibt auch keinerlei Verträge zwischen unserer Stadt und der Gesellschaft. „Wurden durch die UGG Anträge zu baulichen Planungen oder Maßnahmen gestellt, haben wir diese entsprechend bearbeitet. Mehr lag und liegt nicht in unserer Hand“, erklärt die Stadtverwaltung.
Die UGG gibt bekannt: „Die betroffenen Kunden müssen nichts tun, zu den Vereinbarungen mit den Internetanbietern auf dem UGG-Netz informieren die Internetdienstanbieter in Kürze selbst.“
Nicht betroffen sind die Gebiete des geförderten Glasfaserausbaus, der etwa durch die Telekom erfolgt. Einen Überblick gibt es im Glasfaser-Atlas des Märkischen Kreises.



