Altena. Wenn Sekunden über Leben und Tod entscheiden, muss jeder Handgriff sitzen – und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Rettungsorganisationen reibungslos funktionieren. Um dieses Zusammenspiel weiter zu perfektionieren, trafen sich die Löschgruppe Rosmart der Feuerwehr Altena und der Ortsverband (OV) Altena des Technischen Hilfswerks (THW) am Samstag zu einem gemeinsamen Ausbildungstag.
Der Tag begann mit einem intensiven fachlichen Austausch. Im Fokus stand zunächst die Theorie der technischen Hilfeleistung. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf sogenannten Rettungsblättern. Diese Dokumente liefern den Einsatzkräften vor Ort lebenswichtige Informationen über die Bauweise von Fahrzeugen – etwa die Position von Airbags oder Batterien –, um bei Verkehrsunfällen eine schnelle und sichere Rettung gewährleisten zu können. Im Anschluss wurden die Gerätschaften beider Organisationen unter die Lupe genommen. Da THW und Feuerwehr Altena oft über unterschiedliche, sich ergänzende Spezialausrüstungen verfügen, ist die Kenntnis über das Material der jeweils anderen Seite im Ernstfall ein entscheidender Zeitvorteil.
Präzision in der Schieflage: Fahrzeuge stabilisieren
Nach der Theorie folgte die Praxis an verschiedenen Stationen. Das Szenario: Unfallfahrzeuge in schwierigen Lagen. Während die Einsatzkräfte des THW ein auf dem Dach liegendes Fahrzeug fachmännisch sicherten, stabilisierte die Feuerwehr ein Fahrzeug in Seitenlage. Besonders wertvoll war hierbei der anschließende Dialog: In gemeinsamen Besprechungen wurden die getroffenen Entscheidungen und die Vorgehensweisen analysiert. „Es ist wichtig, dass alle Kräfte wissen, was zu tun ist, damit die Zusammenarbeit im Einsatzfall ‚fluppt‘“, betonten die Verantwortlichen der Feuerwehr.

THWler und Mitglieder der Feuerwehr Altena trainierten gemeinsam ihre Fertigkeiten. Foto: Feuerwehr Altena
Ein starkes Team für den Bevölkerungsschutz
Zum Abschluss des Ausbildungstages wurde das Erlernte in einer gemeinsamen Übung zusammengeführt. Maßnahmen wurden kombiniert, Wissen geteilt und die technische Rettung an einem Fahrzeug vollzogen. Das Resümee beider Seiten fiel durchweg positiv aus: Der Tag war ein voller Erfolg und hat die ohnehin schon gute Kooperation zwischen der Bundesbehörde THW und der lokalen Feuerwehr weiter gefestigt. Das THW unterstrich dabei seine Rolle als zentraler Baustein im Bevölkerungs- und Zivilschutz, während die Feuerwehr Altena den hohen Stellenwert des regelmäßigen Austauschs hervorhob. Ein herzlicher Dank galt allen ehrenamtlichen Einsatzkräften für ihr großes Engagement am Wochenende.
Mitmachen und unterstützen
Wer sich selbst für die Arbeit im Bevölkerungsschutz interessiert und Teil eines starken Teams werden möchte, ist bei beiden Organisationen willkommen. THW Altena: Interessierte können sich online informieren oder mittwochs zwischen 18 und 20 Uhr direkt in der Unterkunft am Brachtenbecker Weg vorbeischauen. Feuerwehr Altena: Informationen zur Löschgruppe Rosmart und weiteren Einheiten gibt es über die Stadtverwaltung Altena oder die sozialen Kanäle der Feuerwehr.



