Menden. Bei einem besonderen Konzert auf der Wilhelmshöhe in Menden trifft am Sonntag klassische Musik auf faszinierende Grooves aus der Musikszene der Sinti und Roma.
Von der Carnegie Hall in den Spiegelsaal der Wilhelmshöhe: Beim Konzert des Atos-Trios und von Stars der Sinti-Musikszene trifft am Sonntag, 22. Februar, um 18 Uhr faszinierende Musik von Haydn und Brahms auf originale Sinti- und Roma-Grooves der absoluten Spitzenklasse, verspricht das Kulturbüro der Stadt Menden.
Sunny Franz, Jermaine Reinhardt und Horst Albrecht sind als Enkelkinder mit dem legendären „Schnuckenack Reinhardt Quintett“ und anderen Sinti-Ensembles über die Bühnen gezogen. Hier haben sie den Geist dieser Musik von Kindesbeinen an inhaliert. Jeder von ihnen hat über diese wunderbare Tradition hinaus eine eigenständige musikalische Sprache gefunden, wie die Besucherinnen und Besucher in den neuinterpretierten Klassikern, etwa Vittorio Montis ‚Czardas‘, hören werden.

Sunny Franz bringt gemeinsam mit Jermaine Reinhardt und Horst Albrecht Sinti- und Roma-Grooves nach Menden. Foto: Angela von Brill
Ein würdiges Gegengewicht zu diesen Ausnahmemusikern ist das Atos-Trio mit Annette von Hehn (Violine), Thomas Hoppe (Klavier) und Stefan Heinemeyer (Violoncello). Das weltweit konzertierende Trio zeichnet sich durch größte Experimentierfreude und Abenteuerlust aus. Für ihr lebendiges Spiel wurde das Ensemble mit Auszeichnungen überhäuft und von Kritikern gefeiert.
Dieses Konzert ist Teil des Rahmenprogramms, das im Jubiläumsjahr der Stadt Menden die Einweihung des Mahnmals für die von den Nationalsozialisten verfolgten und ermordeten Mendener Sinti begleitet. Das Mahnmal wird am 9. März auf dem St.-Vincenz-Kirchplatz eingeweiht.
Karten für die Veranstaltungen sind erhältlich im Kulturbüro, in der Musikschule, im Internet unter www.proticket.de und an allen Proticket-Vorverkaufsstellen.



