Altena. Der Hauptausschuss der Stadt Altena hat sich mehrheitlich dafür ausgesprochen, die Einführung einer sogenannten Mängelmelder-App prüfen zu lassen. Grundlage war ein Antrag der SPD-Fraktion.
Nach Auffassung der Antragsteller kann eine Mängelmelder-App die Kommunikation zwischen Verwaltung und Bürgerschaft verbessern. Über solche Anwendungen lassen sich beispielsweise Schlaglöcher, defekte Straßenbeleuchtung, beschädigte Spielgeräte oder Vandalismusschäden direkt per Smartphone melden. Gleichzeitig können Nutzerinnen und Nutzer den Bearbeitungsstand ihrer Meldung verfolgen.
Als Vorteile werden insbesondere eine schnellere Erfassung von Schäden, mehr Transparenz in Verwaltungsabläufen und eine stärkere Bürgerbeteiligung genannt. Die Kosten hängen vom Anbieter und Funktionsumfang ab. Teilweise können Systeme über den Beteiligungsserver NRW betrieben werden, wodurch nur geringe laufende Kosten entstehen können. Zudem bestehen Fördermöglichkeiten über Programme zur digitalen Daseinsvorsorge und Smart-City-Initiativen.
Beispiele aus dem Märkischen Kreis
Vergleichbare digitale Meldesysteme existieren im Märkischen Kreis bereits. So betreiben etwa die Städte Iserlohn und Hemer mit dem „Bürgerecho“ einen Online-Mängelmelder, über den Bürgerinnen und Bürger Schäden im Stadtgebiet direkt an die Verwaltung melden können.
Auch der Zweckverband für Abfallbeseitigung (ZfA), der für mehrere Kommunen in der Region tätig ist, nutzt bereits digitale Meldesysteme, beispielsweise zur Erfassung wilder Müllkippen. Dies wird im Antrag als Beispiel für die praktische Funktionsfähigkeit solcher Lösungen angeführt.

Sehr einfach zu bedienen ist die App des ZfA, in der Bürgerinnen und Bürger wilde Müllkippen melden können. Foto: Ilka Kremer
In politischen Diskussionen und kommunalen Digitalisierungsprojekten wird zudem darauf verwiesen, dass weitere Städte im Kreis und in Nordrhein-Westfalen ähnliche Systeme einsetzen oder prüfen. Digitale Bürger-Meldeplattformen gelten vielerorts als Baustein moderner Verwaltungsarbeit. Und das soll, wenn es nach dem Beschluss des Hauptausschusses geht, auch bald in Altena so sein.
Möglichkeiten und Kosten werden zunächst geprüft
Mit dem Beschluss ist die endgültige Einführung einer derartigen App allerdings noch nicht unter Dach und Fach. Zunächst soll die Verwaltung prüfen, welche technischen Lösungen geeignet sind, welche Kosten entstehen würden und welche Fördermöglichkeiten bestehen. Die Ergebnisse sollen anschließend den politischen Gremien zur weiteren Entscheidung vorgelegt werden.



