Als Mütterpflegerin begleitet sie Frauen und ihre Familien vor allem in der Zeit nach der Geburt – dem sogenannten Wochenbett. Und Denise Langer kennt die Herausforderungen der ersten Wochen nach einer Geburt aus eigener Erfahrung. „In dieser Phase erholen sich Mütter körperlich und emotional von der Geburt, gleichzeitig beginnt der neue Alltag mit dem Baby“, schildert sie die Situation. Ihre Unterstützung kann dabei ganz unterschiedlich aussehen: Hilfe bei der Versorgung des Neugeborenen, Unterstützung im Haushalt oder auch einfach ein offenes Ohr für Fragen und Unsicherheiten.
Mit ärztlicher Bescheinigung übernimmt die Krankenkasse die Kosten
Unterstützung durch eine Mütterpflegerin können Familien in Anspruch nehmen, wenn die Mutter nach der Geburt Hilfe im Alltag benötigt – etwa aus gesundheitlichen Gründen, nach einer schwierigen Geburt oder wenn bereits weitere Kinder versorgt werden müssen. In vielen Fällen wird die Unterstützung mit einer ärztlichen Bescheinigung von der Krankenkasse übernommen. Auch unabhängig vom Wochenbett kann eine Mütterpflegerin unterstützen – etwa dann, wenn die Mutter erkrankt und Hilfe im Haushalt und bei der Betreuung der Kinder benötigt.
Bei ihrer neuen Aufgabe liegt Denis Langer besonders ein Gedanke am Herzen: Auch die Mutter braucht Fürsorge. „Oft dreht sich nach der Geburt alles um das Baby – aber die Mutter ist genauso wichtig“, sagt sie. „Nach der Geburt bleibt auch eine innere Wunde zurück. Die sieht man nicht, aber sie braucht genauso Zeit, um zu heilen. Deshalb sollte die Mutter ebenso umsorgt werden wie das Neugeborene.“ Viele Frauen hätten das Gefühl, schnell wieder funktionieren zu müssen, erzählt sie. Genau hier möchte sie ansetzen. „Eine Mutter muss nach der Geburt nicht sofort wieder alles im Haushalt schaffen. Sie darf sich Zeit nehmen, ankommen – und auch Hilfe annehmen.“
Große Entlastung für Familien
Der Beruf ist noch relativ wenig bekannt, obwohl er für viele Familien eine große Entlastung darstellen kann. Gerade wenn Partner arbeiten müssen, weitere Kinder im Haushalt leben oder die Geburt körperlich anstrengend war, kann eine Mütterpflegerin den Alltag deutlich erleichtern. Sie übernimmt jedoch keine medizinischen Aufgaben. Das persönliche Leitmotiv von Denis Langer lautet: „Ankommen und aufblühen.“ Genau das möchte sie Müttern ermöglichen.
Neben der praktischen Hilfe im Alltag bietet sie auch Stillberatung an. Gerade beim Stillen entstehen in den ersten Wochen oft viele Fragen oder Unsicherheiten. Mit ihrer pflegerischen Erfahrung und ihrem Fachwissen möchte Denis Langer Müttern Sicherheit geben und sie ermutigen, ihren eigenen Weg im Familienalltag zu finden. „Die ersten Wochen mit einem Baby sind wunderschön – aber auch sehr herausfordernd“, sagt sie. „Wenn ich Familien dabei helfen kann, diese Zeit etwas entspannter zu erleben und Mütter wirklich ankommen und aufblühen können, ist das für mich das Schönste an meinem Beruf.“ Denise Langer ist Mitglied im Verein Mütterpflege Deutschland, auf dessen Website sind ihre Vita und ihre Kontaktdaten zu finden.