Menden feiert sein Stadtjubiläum: Wir zeigen die schönsten Fotos vom Festauftakt am Freitagabend..
Fotos: Annabell Brock/Johannes Ehrlich
Menden. „Ein Jahr. Ein Fest. Ein Wir.“ – Mendens Motto für das Jubiläumsjahr bewahrheitete sich am Freitagabend (04. September) auch bei schlechtem Wetter. Trotz Regens verfolgten zahlreiche Mendenerinnen und Mendener sowie Gäste von außerhalb den Festakt zum 750-jährigen Bestehen der Stadt. Auf der Sparkassen-Bühne am Alten Rathausplatz eröffneten Bürgermeisterin Manuela Schmidt und Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst das Jubiläumswochenende..
Mendens Bürgermeisterin nahm die Tropfen von oben mit Humor: „Es ist nur Wasser“, sagte Schmidt. Zwar hätte die Stadt zu ihrem Jubiläum besseres Wetter verdient, doch davon ließen sich die Besucherinnen und Besucher die Stimmung nicht verderben.
Manuela Schmidt begrüßte zahlreiche Ehrengäste. Ihr besonderer Gruß galt dabei Ministerpräsident Hendrik Wüst, dem Bundestagsabgeordneten Paul Ziemiak und dem Landtagsabgeordneten Matthias Eggers. Auch Landrat Ralf Schwarzkopf, ihre Stellvertreterinnen Brigitta Eggers und Tina Reers sowie ihre Amtsvorgänger Rudi Düppe und Martin Wächter hieß Schmidt willkommen.
Darüber hinaus waren Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus den Nachbarstädten sowie Delegationen aus Mendens Partnerstädten in Frankreich und Litauen angereist. Schließlich bot das 750-jährige Stadtjubiläum allen Grund zum Feiern. Zu Beginn ihrer Rede dankte Schmidt den Sponsoren und allen Beteiligten, die das Jubiläumswochenende vorbereitet hatten.
Ein überwältigendes Bild
Mit Blick auf die Menschenmenge sprach Schmidt von einem überwältigenden Bild. „Das berührt mich sehr“, sagte die Bürgermeisterin sichtlich bewegt. Dass so viele Bürgerinnen und Bürger gekommen seien, sei ein starkes Zeichen der Verbundenheit und Wertschätzung für Menden.
Im Vorfeld hatte sich Schmidt gefragt, wie sich 750 Jahre voller Leben, Geschichte, besonderer Ereignisse und Veränderungen in wenigen Minuten zusammenfassen ließen. Im Mittelpunkt stünden für sie die Menschen, die über Jahrhunderte hinweg Großes aufgebaut und geleistet hätten.
„Mit ihren Händen, klugen Entscheidungen und unerschütterlichem Zusammenhalt haben sie unsere Stadt zu dem gemacht, was sie heute ist: ein Zuhause für alle, ein Ort voller wirtschaftlicher Stärke, lebendiger Kultur und vor allem Zusammenhalt“, sagte Schmidt. Damit unterstrich sie das Wir-Gefühl, das Menden für sie so besonders macht.
Zum Abschluss ihrer Ansprache folgte eine persönliche Liebeserklärung an die Stadt: „Liebes Menden, du gibst uns so vieles. Und ich möchte dir viel zurückgeben und für dich da sein – mit meiner ganzen Kraft und meinem ganzen Herzen“, sagte die sichtlich bewegte Bürgermeisterin.
Wüst lobt den Zusammenhalt
„Menden feiert“ – beim Blick von der Bühne erkannte Ministerpräsident Hendrik Wüst schnell, wie groß der Zusammenhalt in der Hönnestadt ist. Nordrhein-Westfalen sei mit seinen 80 Jahren im Vergleich zu 750 Jahren ein echter Jungspund, sagte er.
Wüst würdigte die lange und traditionsreiche Geschichte der Stadt. Zugleich betonte er, dass es die Menschen seien, die Menden ausmachten. „Ich kann jeden verstehen, der sagt: Menden ist eine wundervolle Heimat“, erklärte der Ministerpräsident nach seinen ersten Eindrücken.
Eine solche Heimat, gelebte Tradition und eine 750-jährige Geschichte seien nur auf der Grundlage von Demokratie möglich. Diese funktioniere wiederum nur, wenn Menschen sich miteinander auseinandersetzten. Wüst rief dazu auf, sich dem Keil entgegenzustellen, den Polarisierer und Extremisten in die Gesellschaft treiben wollten.
Anschließend hob der Ministerpräsident die Bedeutung des Ehrenamts hervor. „Sie tun etwas Tolles für die Menschen und für die Gesellschaft“, sagte er. „Heimat lebt von diesem Engagement.“
Mit einer weiteren Bitte wandte sich Wüst an die Anwesenden. Einsamkeit sei eine stille Pandemie in der Gesellschaft. Deshalb solle jeder darüber nachdenken, wie sich einsame Menschen wieder stärker in die Gemeinschaft einbinden ließen.
„Bleiben Sie so, wie Sie sind. Dann ist mir um die Zukunft von Menden nicht bange“, beendete Wüst sein Grußwort. Anschließend trug er sich auf der Bühne in das Goldene Buch der Stadt ein und nahm von Manuela Schmidt ein Erinnerungspräsent entgegen.
Musik, Tanz und Comedy
Für Abwechslung zwischen den Reden sorgten Auftritte der Mendener Tanztourbine, für die eigens das Regenwasser von der Bühne entfernt wurde. Hinzu kamen Beiträge einer Schreibwerkstatt, die sich unter anderem mit Persönlichkeiten wie Dorte Hilleke beschäftigte.
Auch der Senatorenchor der Mendener Karnevalsgesellschaft Kornblumenblau ließ es sich nicht nehmen, „Mendener wie wir“ anzustimmen. Die Menschen vor der Bühne sangen textsicher mit und ließen Knicklichter und Handylichter leuchten.
Nach der offiziellen Eröffnung wurde auf mehreren Bühnen weitergefeiert. Auf der Hauptbühne traten „Good Beats“ und „Aquagen“ auf. An der Stadtwerke-Bühne in der Kaiserstraße sorgten Rico Bernasconi und „12inch“ mit Musik aus den 1980er-Jahren für Stimmung.
Auf dem Margot-Friedländer-Platz brachten Anna Bartling, Anissa Loucif und Dave Davis das Publikum unter dem Zeltdach zum Lachen. Zu späterer Stunde übernahm dort DJ Wiggi.
Nach einer kurzen Nacht geht das Jubiläumsfest am Samstag und am Sonntag mit einem umfangreichen Programm weiter.
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