Hemer. Das Wohnmobil oder den Wohnwagen kostenlos wiegen lassen und Sicherheitstipps für die Urlaubsfahrt erhalten: Dazu laden ADAC Westfalen und Polizei am 7. Juli nach Hemer ein.
Zwischen 14.30 und 18 Uhr haben Camper die Möglichkeit, das Gewicht ihres Fahrzeugs überprüfen zu lassen. Parallel dazu bietet die Polizei eine kostenlose Beratung rund um das Thema Sicherheit auf Reisen an. Die Pressestelle der Kreispolizeibehörde erklärt, dass gerade bei Campingmobilen und Wohnwagen das zulässige Gesamtgewicht schnell erreicht werde. „Zwar bieten die Fahrzeuge viel Stauraum für Gepäck und Ausrüstung, doch häufig unterschätzen Reisende das tatsächliche Gewicht ihrer Ladung. Zusätzliche Anbauten wie Markisen, Dachboxen oder Vorzelte schlagen ebenfalls zu Buche und reduzieren die verfügbare Nutzlast oft erheblich.“
Überladung kann Fahrverhalten verschlechtern
Das kostenlose Wiegen soll Campern einen realistischen Überblick verschaffen – unabhängig davon, ob das Fahrzeug bereits komplett für den Urlaub beladen ist oder sich lediglich die übliche Ausstattung an Bord befindet. „So lässt sich einschätzen, was noch mit auf die Reise darf und wo möglicherweise Gewicht eingespart werden sollte“, so die Pressestelle. Ein korrekt beladenes Fahrzeug sei nicht nur eine Frage der Vorschriften, sondern auch der Sicherheit. Überladung könne das Fahrverhalten deutlich verschlechtern. „Besonders in Gefahrensituationen wirken sich zusätzliches Gewicht und eine ungünstige Lastverteilung auf Bremsweg, Lenkverhalten und Fahrstabilität aus.“
Schwere Sachen nach unten
Experten empfehlen daher, schwere Gegenstände möglichst tief und in den unteren Staufächern zu verstauen. Ein niedriger Schwerpunkt verbessert die Stabilität des Fahrzeugs. Darüber hinaus müssen Achs- und Stützlasten beachtet werden. Die gesamte Ladung sollte gegen Verrutschen gesichert sein – auch bei starken Bremsmanövern oder Ausweichbewegungen. Gleiches gilt für Haustiere, die während der Fahrt nicht frei im Fahrzeug umherlaufen sollten.
Vor längeren Reisen raten Fachleute außerdem dazu, ausgeruht loszufahren und regelmäßige Pausen einzuplanen.
Wertgegenstände nie im Camper lassen
Neben Fragen zur Beladung und Verkehrssicherheit informiert die Polizei in Hemer auch über den Schutz vor Straftaten auf Reisen. Besonders bei nächtlichen Ruhepausen sollten Camper nach Möglichkeit stark frequentierte Tank- und Rastanlagen wählen. Wertgegenstände wie Geldbörsen, Handys oder Handtaschen sollten beim Verlassen des Fahrzeugs niemals sichtbar im Innenraum zurückgelassen werden. Auch beim Bezahlen nach dem Tanken empfiehlt die Polizei, das Fahrzeug stets zu verschließen.
„Wer sich bedroht fühlt oder eine Straftat beobachtet, sollte nicht selbst eingreifen“, so der Rat der Polizei. „Stattdessen umgehend den Notruf 110 wählen.“



