Altena/Iserlohn. Schon wieder eine wilde Müllkippe: Kurz hinter dem Ortsausgang von Altena in Richtung Hegenscheid haben Unbekannte erneut Abfälle im Wald entsorgt – diesmal an einem besonders schwer zugänglichen Hang.
In einer Kurve an der Serpentinenstrecke, die von Altena hoch zum Hegenscheid führt, wurde zum wiederholten Mal illegal Müll im Wald abgeladen – und zwar an einer schwer zugänglichen Stelle. Vieles deutet darauf hin, dass die Müllsünder sogar mit ihrem Fahrzeug ein Stück den Abhang hinabgefahren sind, um dort größere Mengen Abfall zu entsorgen.
Belastung für Natur und Umwelt
Die Folgen solcher illegalen Müllablagerungen sind laut der Naturschutzorganisation nabu.de erheblich. Nicht nur das Landschaftsbild wird massiv beeinträchtigt – auch der Waldboden leidet. Schadstoffe aus Kunststoffen, Metallen oder Bauschutt können ins Erdreich gelangen und langfristig das ökologische Gleichgewicht stören. Besonders problematisch ist die Situation für Wildtiere. Sie können sich an scharfkantigen Gegenständen verletzen oder sich in Verpackungsresten verfangen. Zudem besteht die Gefahr, dass Tiere Müllteile fressen, die für sie unverdaulich oder giftig sind. Das kann zu inneren Verletzungen, Vergiftungen oder im schlimmsten Fall zum Tod führen. Auch Gerüche von Essensresten locken Tiere an und verändern ihr natürliches Verhalten.

Anhand der Spuren könnten die Verursacher mit ihrem Fahrzeug ein ganzes Stück in den Hang hineingefahren sein, um ihren Müll in den Wald zu werfen. Foto: Ilka Kremer
Meldung und aufwendige Beseitigung
Die wilde Müllkippe ist jetzt über die ZfA-App – den sogenannten Müllmelder – an den Zweckverband für Abfallbeseitigung (ZfA) gemeldet worden. „Wir müssen schauen, ob unsere Mitarbeiter das mit einfachem Gerät aus dem Hang holen können“, verdeutlicht Denis Potschien, Sprecher des ZfA, auf Anfrage von LOKALSTIMME. Auf jeden Fall bedeute der Einsatz einen erheblichen Mehraufwand: Die Mitarbeiter müssen sich in den steilen, schwer zugänglichen Hang begeben, um den Müll anderer, rücksichtslos handelnder Menschen zu beseitigen. Die Bergung ist nicht nur körperlich anspruchsvoll, sondern auch zeitintensiv – und letztlich mit Kosten verbunden, die die Allgemeinheit trägt. Und die könnten in diesem Fall sogar noch höher ausfallen, denn: „In schwierigem Gelände müssen wir auch schon mal ein Spezialunternehmen mit der Bergung des Mülls beauftragen“, so Potschien.
Hohe Bußgelder im Märkischen Kreis
Im Märkischer Kreis wird illegale Müllentsorgung konsequent geahndet. Je nach Art und Menge des Abfalls können Bußgelder mehrere hundert bis hin zu mehreren tausend Euro betragen. Bei größeren oder besonders umweltschädlichen Ablagerungen sind sogar Strafen im fünfstelligen Bereich möglich. Wer erwischt wird, muss zudem in der Regel auch für die Kosten der Beseitigung aufkommen. Dabei gibt es legale und vergleichsweise günstige Alternativen: Im Märkischen Kreis stehen sogenannte Bringhöfe und Entsorgungsstellen zur Verfügung, bei denen Abfälle fachgerecht abgegeben werden können. Für viele Materialien fallen nur geringe Gebühren an – deutlich weniger als ein mögliches Bußgeld.



