Altena. Keine Sonntagsruhe für die Feuerwehr in Altena: Oberhalb der Nette ist am Nachmittag (26. April) an einem Steilhang ein Waldbrand ausgebrochen. Im Einsatz waren die hauptamtlichen Kräfte der Feuerwache und die Löschzüge I und III der Freiwilligen Feuerwehr.
Das Feuer war gegen 16.45 Uhr gemeldet worden: An einem Wander- und Waldwirtschaftsweg am Ende der Straße Halsknopf standen Laub und Unterholz in Flammen. Weil anfangs unklar war, wie groß die Fläche war, auf der es brannte, und wie schnell sich das Feuer ausbreitet, alarmierte die Leitstelle der Feuerwehr gleich zwei Löschzüge (Stadtmitte und Süd) der Freiwilligen Feuerwehr.
Da die Zufahrt zum Einsatzort oberhalb der Nette eng war, schickte Markus Schmidt, als stellvertretender Stadtbrandinspektor und Einsatzleiter, zunächst nur die Tanklöschfahrzeuge (TLF) zum Halsknopf hinauf. Die übrigen Einsatzfahrzeuge blieben in der Nette in Höhe Drahtwerk Brüninghaus in Bereitstellung. Gut für die Löscharbeiten: Die Feuerwehr konnte auf einen Hydranten in Höhe des letzten Wohnhauses am Halsknopf zurückgreifen.

Vom Ende der Straße Halsknopf aus verlegte die Feuerwehr die Schlauchleitungen zum Einsatzort. Foto: Lucas Sellmann
Der Waldbrand war unmittelbar neben einem Wanderweg an der Böschung ausgebrochen und dehnte sich über einen Hang auf einer Fläche von rund 150 Quadratmetern aus.
Am Ende gelang es aber, die weitere Ausbreitung des Feuers schnell einzudämmen. Die Löscharbeiten zogen sich allerdings bis in den Abend hin. „Damit das Wasser tief in den Waldboden eindringt, ist ein Netzmittel hinzugefügt“, erläuterte Stadtsprecher Hanno Grundmann vor Ort das Vorgehen der Feuerwehr.

In Höhe des Drahtwerks Brüninghaus in der Nette richtete die Feuerwehr einen Bereitstellungsraum ein. Foto: Lucas Sellmann
Die Feuerwehr war mit rund 50 Einsatzkräften im Einsatz, dazu Polizei und Rettungsdienst und später auch das Deutsche Rote Kreuz. Der Löschzug II (Dahle/Evingsen) der Freiwilligen Feuerwehr besetzte während des Einsatzes die Feuerwache.
Vom Einsatz in der Nette gleich weiter nach Werdohl
Zur Brandursache verwies Feuerwehrsprecher Philipp Selle auf die Polizei. Die Polizei konnte am Abend noch keine Angaben zur möglichen Ursache machen, richtete aber den „dringenden Appell“ an Bevölkerung, auf Waldwegen nicht zu rauchen oder offenes Feuer zu machen – die Waldbrandgefahr sei wegen der anhaltenden Trockenheit hoch.
Noch aus dem Einsatz in der Nette heraus wurde auch das auf Waldbrände spezialisierte Tanklöschfahrzeug TLF 3000 der Löschgruppe Rosmart nach Werdohl zu einem Waldbrand beordert. Dort brannte es auf einer Fläche von rund 2000 Quadratmeter im Bereich Dösseln. Zuvor hatte es laut Polizei am Nachmittag bereits einen kleineren Waldbrand in Hemer gegeben.

Am Ende der Straße Halsknopf war für die großen Feuerwehrfahrzeuge Ende, nur das Kleinfahrzeug Polaris konnte zur Erkundung eingesetzt werden. Foto: Carsten Menzel



