Bürgermeister Guido Thal empfing beim Neujahrsempfang der Stadt Altena auch die Sternsinger von Herzen.
Fotos: Ilka Kremer
Altena. Es war sein erster Neujahrsempfang als Bürgermeister von Altena – und Guido Thal hat seine Sache gut gemacht. Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft, Vereinen und Gesellschaft waren am Sonntagmorgen auf Einladung der Stadt Altena in die Burg Holtzbrinck gekommen, um gemeinsam in das neue Jahr zu starten.
Guido Thal zeigte sich erfreut über die große Resonanz und darüber, dass der Frauenchor Evingsen diesen besonderen Morgen musikalisch gestaltete. Die Abordnung aus 20 Sängerinnen eröffnete den Empfang mit dem Lied „Halleluja“. „Man kann das neue Jahr nicht besser begrüßen“, sagte Thal. Angesichts der Vielzahl der Gäste nannte er stellvertretend Landrat Ralf Schwarzkopf sowie den CDU-Landtagsabgeordneten Thorsten Schick namentlich. Die Bundestagsabgeordneten Paul Ziemiak (CDU) und Bettina Lugk (SPD) hatten sich entschuldigen lassen. „Sie müssen regieren“, meinte Thal – beide hätten jedoch Grußworte übermittelt. „Wir sind zwar eine kleine Stadt, aber wir sind wichtig“, betonte der Bürgermeister und hieß alle Anwesenden herzlich willkommen.
In seiner Neujahrsrede machte Guido Thal deutlich, dass dieser Empfang für ihn persönlich von besonderer Bedeutung sei – es sei sein erster als Bürgermeister. „Das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger aus der Wahl verstehe ich als Verpflichtung und Ansporn zugleich“, so Thal. Mit Respekt vor dem Amt und dem festen Willen zur gemeinsamen Verantwortung wolle er die Zukunft Altenas aktiv gestalten.
„Die Stadt lebt von den Menschen, die sich engagieren“
Einen besonderen Schwerpunkt legte der Bürgermeister auf den Dank an die vielen Ehrenamtlichen in der Burgstadt. Ob Feuerwehr, Hilfsorganisationen, Sport- und Kulturvereine, Jugendarbeit, soziale Initiativen, Kirchen oder Nachbarschaftshilfe – sie alle leisteten einen unverzichtbaren Beitrag für den Zusammenhalt. „Unsere Stadt lebt von den Menschen, die sich engagieren.“ Stellvertretend dankte er dem ehemaligen Wehrleiter der Feuerwehr, Alexander Grass, sowie dessen Stellvertreter Stefan Brockhaus für ihr langjähriges Engagement .
Mit Blick auf die politische Großwetterlage sprach Thal von schwierigen Zeiten. Angesichts von Krieg und Krisen, wirtschaftlichen Unsicherheiten, steigenden Preisen und gesellschaftlichen Spannungen müsse man sich Sorgen machen. „Was bleibt ist die Hoffnung, dass uns der Frieden erhalten bleibt, so wie wir ihn kennen“, sagte der Bürgermeister. Er habe viele Gespräche mit besorgten Menschen geführt und die der älteren Generation würden mahnen, „dass wir so etwas nie wieder erleben müssen“.
„Wir können zeigen, wie Demokratie funktioniert“
Umso wichtiger sei es, dass wir hier vor Ort zusammenhalten und agieren. Thal appellierte an einen sachlichen, respektvollen und lösungsorientierten Umgang. Zwar könne eine Stadt wie Altena die weltpolitischen Probleme nicht lösen, Aber: „Wir können zeigen, wie Demokratie im Alltag funktioniert“, unterstrich er. „Durch Dialog statt Polarisierung. Durch Lösungen statt Schuldzuweisung. Durch den festen Willen, das Gemeinsame über das Trennende zu stellen.“
Mit Zuversicht in die Zukunft
Trotz aller Herausforderungen blickte der Bürgermeister zuversichtlich nach vorn. Altena verfüge über engagierte Bürgerinnen und Bürger, leistungsfähige Unternehmen, lebendige Vereine und eine kompetente Verwaltung. Besonders hob Thal die Gewerbesteuereinnahmen des vergangenen Jahres in Höhe von rund 17 Millionen Euro hervor und dankte den Unternehmen, die als Arbeitgeber, Ausbilder und Unterstützer des gesellschaftlichen Lebens maßgeblich zum Charakter der Stadt beitrügen. Und mit einem sympathischen Lächeln fügte er hinzu: „Macht bitte so weiter“.
Wichtig: „Transparente, offene und bürgernahe Kommunikation“
Für die kommenden Jahre kündigte Thal an, Schwerpunkte auf eine starke lokale Wirtschaft, gute Bildungs- und Betreuungsangebote, eine moderne Infrastruktur, den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen sowie den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu legen. Wichtig sei ihm dabei eine transparente, offene und bürgernahe Kommunalpolitik. Guido Thal: „Ich lade sie alle ein, sich einzubringen, mitzudiskutieren und mitzugestalten. Die Zukunft unserer Stadt entsteht nicht allein im Rathaus. Sie entsteht im Miteinander.“






































