Altena/Nachrodt-Wiblingwerde. Update von der gesperrten Straße zwischen dem Altenaer Stadtteil Knerling und dem Ortsteil Opperhusen in der Nachbargemeinde Nachrodt-Wiblingwerde: Die Sperrung wird noch längere Zeit bestehen bleiben. Für die Ausschreibung zur Hangsicherung fehlt noch eine Drohnenvermessung.
Die Straße „Am Knerling“, die den Knerling mit Opperhusen verbindet, ist seit Ende April 2025 gesperrt. Auslöser war ein Felsbrocken, der sich aus dem steilen Hang oberhalb der Straße gelöst hatte. Die Sorge war groß, dass weitere Gesteinsbrocken folgen und sowohl auf die schmale Verbindungsstraße als auch auf die darunterliegende B236 stürzen könnten – mit erheblichen Risiken für Verkehr und Infrastruktur. Aus Sicherheitsgründen wurde der Abschnitt zunächst vollständig für alle Verkehrsteilnehmer gesperrt. Im betroffenen Bereich ließ die Stadt eine sogenannte Legiowand samt Fallbett errichten, um herabfallende Steine abzufangen.
Freie Fahrt für Radfahrer und Fußgänger
Im Juni kam es zu einer ersten Anpassung: Das Fallbett wurde weiter in Richtung bergseitigem Hang verlegt, sodass ein etwa zwei Meter breiter Streifen entstand. Dieser ermöglicht es seitdem zumindest Fußgängern und Radfahrern, die wichtige Verbindung wieder zu nutzen – insbesondere für Menschen ohne Auto eine entscheidende Erleichterung, da die Bundesstraße keine sichere Alternative darstellt. Allerdings müssen Radfahrerinnen und Radfahrer im betroffenen Bereich absteigen und schieben, um die Fußgänger nicht zu gefährden.
Wann die eigentlichen Arbeiten beginnen, ist noch nicht absehbar
Wann die Straße jedoch wieder vollständig freigegeben werden kann, ist weiterhin offen. Bauamtsleiter Andreas Kisker erklärte im Gespräch mit LOKALSTIMME, dass für die Ausschreibung der Hangsicherungsarbeiten noch eine weitere Drohnenvermessung durchgeführt werden müsse. Diese Vermessung vervollständige die bisherigen Untersuchungen des Gutachters, der sich dazu bereits, abgesichert von der Feuerwehr, in das sehr steile Gelände abgeseilt hatte. Erst wenn die weiteren Drohnendaten vorliegen, könne die Ausschreibung starten. Das könne Mitte Februar der Fall sein, so Kisker. Wie schnell sich darauf dann geeignete Unternehmen bewerben und wann die Arbeiten beginnen können, sei derzeit noch nicht absehbar.
Sicher ist hingegen schon jetzt, dass die Hangsicherung – höchstwahrscheinlich mit Vernetzungen und speziellen Fangzäunen – teuer wird. Erfahrungen aus vergleichbaren Projekten zeigten, dass Kosten in Höhe von mehreren hunderttausend Euro realistisch seien, so Kisker. Noch nicht abschließend geklärt ist, wer diese Kosten letztlich tragen muss.



