Der Auftakt des Dahler Schützenfest am Freitag (19. Juni) hatte einige Höhepunkte zu bieten.
Fotos: Ilka Kremer
Altena. Besser hätte das Dahler Schützenfest kaum starten können: Bei hochsommerlicher Temperaturen feierten die Besucher einen stimmungsvollen Auftakt, der mit dem Großen Zapfenstreich, einem erfrischenden Gewitter und einer gelungenen Partynacht Höhepunkte bereithielt.
Schon beim Marsch durchs Dorf kamen die Schützen und ihre Gäste ordentlich ins Schwitzen. Als der Festzug die Schützenhalle erreichte, waren bei manchem die Hemden bereits völlig durchnässt. Entsprechend groß war der Andrang zunächst an der Bierbude auf dem Festplatz, wo sich die Besucher erst einmal eine verdiente Erfrischung gönnten. Die Hitze sorgte sogar dafür, dass sich die offizielle Eröffnung um rund eine halbe Stunde verzögerte, denn kaum jemand wollte freiwillig in die warme Halle..
Erst als der 1. Vorsitzende Tobias Wilke gemeinsam mit Adjutant Markus Benner und Hauptmann Manuel Bußmann die Gäste in die Halle bat, begann das offizielle Programm. Wilke begrüßte die zahlreichen Besucher sowie die Ehrengäste, darunter Bürgermeister Guido Thal und Ortsvorsteher Helmer Roder, der zugleich Mitglied des Dahler Schützenvereins ist. Auch die befreundete Artillerie des Evingser Schützenvereins war vertreten, sie hatte zuvor den Böllerzug tatkräftig unterstützt.
Rückblick auf die Geschichte des Schützenwesens in Altena
In seiner Ansprache blickte Wilke auf die Geschichte des Schützenwesens in Altena zurück. Von der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft, die 2029 ihr 600-jähriges Bestehen feiert, über die Gründung des Dahler Schützenvereins 1834 bis hin zum Evingser Schützenverein, der sich 1872 gründete, zeichnete Wilke die Entwicklung der örtlichen Schützentradition nach. Dabei betonte er, dass sich zwar manches im Laufe der Zeit verändert habe, die Grundwerte jedoch dieselben geblieben seien. Besonders hob er die enge Zusammenarbeit der Vereine hervor. Dass man sich gegenseitig unterstütze, die Feste der anderen besuche und gemeinsam feiere, sei von großer Bedeutung. Diesen Zusammenhalt wünsche er sich auch für die Zukunft.
Großen Applaus erhielt Wilke, als er seine Freude darüber zum Ausdruck brachte, dass in Dahle endlich wieder Schützenfest gefeiert werden könne. Die vergangenen zwei Jahre seien lang gewesen, nun könne man endlich wieder gemeinsam unbeschwerte Festtage erleben.
„Das war ein sehr schöner großer Zapfenstreich“
Im Anschluss folgte mit dem Großen Zapfenstreich einer der feierlichsten Momente des Abends. Die Besucher wurden gebeten, ihre Handys auf lautlos zu stellen und sich der Bedeutung des Zeremoniells entsprechend zu verhalten. Selbst der Ausschank an der Theke ruhte während der Darbietung. Andächtig lauschten die Gäste den Klängen des Tambourcorps Dahle und des Musikzuges Versetal, die den Großen Zapfenstreich eindrucksvoll präsentierten. Zum Abschluss brachte Hauptmann Manuel Bußmann die Stimmung des Abends treffend auf den Punkt: „Das war ein sehr schöner großer Zapfenstreich.“
Danach strömten die Besucher erneut auf den Festplatz. Während sich viele an der Bierbude versammelten, zog über Dahle ein Gewitter auf. Der aufkommende Wind wurde zunächst als willkommene Erfrischung empfunden, ehe wenig später kräftiger Regen einsetzte. Statt die Flucht in die Halle anzutreten, blieben viele Gäste draußen stehen und genossen die Abkühlung nach einem heißen Sommertag.
Mit der Zeit füllte sich die Schützenhalle jedoch wieder. Dort sorgte DJ Bartek für die passende Partystimmung und lockte schlussendlich doch Tanzwillige auf die, von schwül-warmer Luft umgebene Tanzfläche.





























