Altena/Märkischer Kreis. Auch wenn Ende März noch einmal winterliche Temperaturen durch das Lennetal zogen, richtet sich in Altena der Blick bereits klar auf eine mögliche Waldbrandsaison. Denn die Wälder im Märkischen Kreis sind in trockenen Phasen, wie sie derzeit herrschen, besonders gefährdet.
Im gesamten Märkischen Kreis wird derzeit eine erhöhte Waldbrandgefahr festgestellt. Schon jetzt erreichen die Messstationen mindestens mittlere Gefahrenstufen, das teilt die Pressestelle mit. Eine Entwicklung, die Fachleute seit Jahren beobachten: Waldbrandrisiken treten immer früher im Jahr auf und hängen stark von kurzfristigen Wetterveränderungen ab.
Um darauf vorbereitet zu sein, haben sich Vertreter von Feuerwehr und Forst jetzt eng abgestimmt. Mit dabei waren unter anderem Kreisbrandmeister Michael Kling und sein Stellvertreter Karsten Runte sowie Fachleute von Wald und Holz NRW. Für die Wälder im märkischen Sauerland – und damit auch für Altena – spielt insbesondere das Regionalforstamt eine wichtige Rolle.
„Die Lage kann sich sehr schnell ändern“
„Auch wenn die Temperaturen zuletzt noch kühl waren, wissen wir aus den vergangenen Jahren, dass sich die Lage sehr schnell ändern kann. Die Vegetation ist vielerorts bereits trocken, und Waldbrände beginnen faktisch immer früher im Jahr“, betont Michael Kling. „Umso wichtiger ist es, dass wir vorbereitet sind.“

(vl.l.) Kreisbrandmeister Michael Kling, Miriam Franzke (Fachberaterin Wald und Holz), Julia Böning (Leiterin des Regionalforstamtes Märkisches Sauerland), Jens Bartke (Ausbildungskoordinator) und Karsten Runte (Stellvertretender Kreisbrandmeister). Foto: Alexander Bange / Märkischer Kreis
Ein zentrales Ergebnis des Treffens ist die personelle Verstärkung in der Zusammenarbeit: Miriam Franzke übernimmt künftig die Funktion der „Fachberaterin Wald und Holz“. Sie bringt forstliches Know-how direkt in die Gefahrenabwehr ein und unterstützt die Feuerwehren sowohl in der Vorbereitung als auch im Einsatzfall. „Die enge Abstimmung zwischen Forst und Feuerwehr ist entscheidend, um im Ernstfall schnell und gezielt reagieren zu können“, macht sie deutlich.
Eingespielte Abläufe sind im Ernstfall entscheidend
Gerade für Altena mit seinen ausgedehnten Waldgebieten und steilen Hängen ist diese enge Verzahnung entscheidend. Im Ernstfall zählt jede Minute: Ortskenntnis, Informationen über Waldwege oder verfügbare Löschwasserstellen können darüber entscheiden, wie schnell ein Brand eingedämmt wird. Die Erfahrungen aus den großen Bränden unterhalb des Hegenscheid sowie am Klusenberg haben gezeigt, wie wichtig eingespielte Abläufe und kurze Kommunikationswege sind. Auch aus Sicht der Einsatzkräfte vor Ort ist die Vorbereitung zentral. „Wir müssen die besonderen Gegebenheiten unserer Wälder genau kennen – von der Befahrbarkeit der Wege bis hin zur Wasserversorgung“, sagt Karsten Runte. „Das fließt direkt in unsere Ausbildung und Einsatzplanung ein.“Neben der Einsatzplanung standen auch Themen wie der Zustand der Wälder, Aufforstungsprojekte und die Befahrbarkeit von Waldwegen im Fokus – alles Aspekte, die auch die Arbeit der Feuerwehr Altena unmittelbar betreffen.
Das Rauchen im Wald ist gesetzlich verboten
Die Botschaft ist klar: Auch wenn das Wetter aktuell noch kühl wirkt, sind die Wälder rund um Altena vielerorts bereits trocken. Die Verantwortlichen setzen deshalb auf frühzeitige Vorbereitung und enge Zusammenarbeit, um im Ernstfall schnell reagieren zu können – damit die Natur rund um die Burgstadt auch in den kommenden Monaten geschützt bleibt. Sie setzen aber ebenso darauf, dass alle, die sich im Wald aufhalten, sich respektvoll und umsichtig benehmen. Dazu gehöre vor allem, im Wald nicht zu rauchen. Denn: In Nordrhein-Westfalen ist das Rauchen im Wald vom 1. März bis 31. Oktober gesetzlich verboten. Verstöße gegen dieses Rauchverbot können mit einem Bußgeld von 150 Euro geahndet werden. Diese Maßnahme dient dem Waldbrandschutz, da weggeworfene Zigarettenstummel häufig Brände verursachen.



