Altena/Nachrodt-Wiblingwerde. Ein 23-jähriger Autofahrer hat am Montag für gleich zwei Polizeieinsätze gesorgt. Zunächst wurde er in Nachrodt kontrolliert und zeigte Anzeichen von Drogenkonsum. Als er zur Blutentnahme gebracht werden sollte, wurde er aggressiv und bedrohte die Beamten. Nach der ersten Blutprobe und einem Fahrverbot wurde er entlassen – doch nur zwei Stunden später geriet er erneut in eine Polizeikontrolle.
Diesmal weigerte sich der 23-Jährige, seine Fahrt zu beenden, woraufhin die Beamten ihn zur Wache brachten. Nun erwarten ihn Anzeigen wegen des Verdachts einer Fahrt unter Betäubungsmitteln und wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.
Dieser Fall war jedoch nicht der einzige für die Polizei. Auch ein Schrottsammler musste sein Fahrzeug stilllegen lassen, nachdem ein Prüfer 61 Mängel an seinem Wagen festgestellt hatte. Er wurde gezwungen, seine Tagesausbeute auf einem Schrottplatz in Neuenrade abzuladen.
Zudem fiel ein weiterere 23-jähriger Mann aus Altena auf, der drei rumänische Führerscheine vorlegte, von denen zwei Fälschungsmerkmale aufwiesen. Eine Überprüfung ergab keine Treffer in den Abfragesystemen. Die Polizei stellte die verdächtigen Dokumente sicher und erstattete Anzeige wegen Urkundenfälschung.
Unabhängig von diesem Sonder-Kontrolleinsatz stoppte eine Streife bereits in der Nacht zum Montag einen 44-jährigen Autofahrer auf der Werdohler Straße. Eine Bierflasche in der Mittelkonsole führte zu einem Alkoholtest, der positiv ausfiel. Der Fahrer verweigerte eine weitere Untersuchung und kündigte an, sich einer Blutentnahme zu widersetzen, die schließlich unter Zwang durchgeführt wurde. Er erhielt Anzeigen wegen Alkohols am Steuer sowie Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte.
Ein E-Scooter-Fahrer zeigte ebenfalls mehrfach Uneinsichtigkeit: Er wurde gegen 15.20 Uhr ohne Versicherungskennzeichen auf der Rahmedestraße angehalten und angewiesen, seinen Roller vorerst nicht zu benutzen. Nur 30 Minuten später wurde er erneut fahrend gesichtet und erhielt eine zweite Anzeige. Später entdeckten ihn die Beamten ein drittes Mal mit dem unversicherten Roller und leiteten eine weitere Anzeige gegen ihn ein.
Die Polizei kündigt weitere Kontrollen im ganzen Kreisgebiet an und warnt noch einmal ausdrücklich, gerade vor dem Höhepunkt der Karnevalszeit, sich alkoholisiert oder unter dem Einfluss von Drogen ans Steuer eines Fahrzeugs zu setzen. Die Wirkung wird oft unterschätzt und führt immer wieder zu Unfällen. Bei jedem vierten schweren Verkehrsunfall im Jahr 2023 spielten Alkohol oder andere berauschende Mittel eine Rolle.