Altena. Die Feuerwehr Altena feierte mit der Verleihung der „Kinderflamme“ an rund 21 kleine Brandschützer der Kinderfeuerwehr eine besondere Premiere.
Wenn Wehrleiter Kai Spelsberg über die Zukunft der Feuerwehr Altena spricht, schwingt eine gehörige Portion Stolz in seiner Stimme mit: „Die Burg- und Drahtstadt muss sich um ihren Nachwuchs keine Sorgen machen. Und das ist vor allem der Verdienst von Menschen hinter der Kinder- und Jugendfeuerwehr, die es mit viel Herzblut schaffen, die junge Generation für unsere Sache zu begeistern“, betonte Spelsberg mit Blick auf das aufgeregte Treiben am Dienstag in der Wache an der Bachstraße.
Anlass war die Verleihung der ersten „Kinderflamme“ mit einer Premiere für beide Seiten. Denn während die rund 21 kleinen Nachwuchskräfte nach ihrem ersten Jahr in der Kinderfeuerwehr ihrem ersten Bronze-Abzeichen entgegenfieberten, schlug die Feuerwehr Altena damit ebenfalls ein neues Kapitel ihrer engagierten Nachwuchsarbeit auf. Doch bevor die Auszeichnung des Verbandes der Feuerwehr NRW samt Urkunde feierlich überreicht wurde, mussten die kleinen Brandschützer mehrere Prüfungsstationen mit mündlichen und praktischen Aufgaben im Wachhaus bestehen.
Spielerisches Lernen von lebensrettenden Maßnahmen
Gemeinsam mit ihren Kollegen hatten die beiden Leiterinnen der Kinderfeuerwehr, Justina Hampel und Lucy Koch, die Wache auf allen Etagen in einen lebendigen Parcours verwandelt, auf dem die Jungen und Mädchen zeigen konnten, dass sie bereits echte Teamplayer sind. An der ersten „Fragestation“ stand Wissen rund um den Brandschutz auf dem Plan, bevor die Teilnehmenden mit ruhiger Hand den sicheren Umgang mit Streichholz und Kerze bewiesen oder souverän den Notruf am Telefon meisterten.
Besonders spannend wurde es in den alten Kellergewölben der Wache. Dort galt es per Probeübung eine „hilflose Person“ aufzufinden, die Lage richtig einzuschätzen und Hilfe herbeizurufen. Auch das Erklären von Rettungszeichen sowie sportliche Übungen rund um Ausdauer und Disziplin gehörten zu den Aufgaben, die die Kinder gekonnt und vor allem mit viel Spaß lösten. „Die Verleihung der Kinderflamme steht vor allem für die spielerische Vermittlung von Werten und Fachwissen“, erläuterte Kai Spelsberg die Motivation hinter der Idee. Das Abzeichen schaffe zudem einen wichtigen Anreiz, um Kinder frühzeitig an den sicheren Umgang mit Feuer sowie verantwortungsvolles Bewusstsein und Handeln für Brandschutz und lebensrettende Maßnahmen heranzuführen.
Kinderfeuerwehr führt Warteliste für Interessierte
Dass dieses Konzept in Altena aufgeht, zeigt das enorme Interesse. Die 2017 gegründete Kinderfeuerwehr führt bereits Wartelisten für die begehrten Plätze. Für ihre spannenden Feuerwehr-Übungsdienste kommen die Nachwuchskräfte regelmäßig alle 14 Tage jeweils dienstags von 17:00 bis 18:30 Uhr in der Altenaer Wache zusammen, wo sie bis zum 10. Lebensjahr gefördert werden. Danach steht die Tür zur Jugendfeuerwehr offen. Ob als engagiertes Ehrenamt neben Schule, Job oder Inspiration für eine Karriere im Rettungswesen und der Technik – die Zeit in der Feuerwehr kann wertvolle Wege für die spätere berufliche Zukunft ebnen.
Den feierlichen Schlusspunkt mit Bratwurst und kühlen Getränken setzte nach bestandener Prüfung aller kleiner Feuerwehrleute die offizielle Verleihung der „Kinderflamme“, die auch der stellvertretende Bürgermeister Oliver Held begleitete. Als die Abzeichen und Urkunden überreicht wurden, strahlten die Gesichter heller als jedes Blaulicht. Wie zu hören war, stehen nach der ersten Bronze-Trophäe für die stolzen Preisträger in naher Zukunft bereits die nächsten Stufen in Silber und Gold auf dem persönlichen Karriereplan – ein Zeichen dafür, dass der Altenaer Nachwuchs bereits jetzt für seine Feuerwehr brennt.



