Das Bauamt der Stadt Altena hat bei einer Begehung der Baustelle Linscheidbrücke weitere Schäden entdeckt.
Foto: Grundmann
Altena. Schlechte Nachrichten für alle Verkehrsteilnehmer: Die Sanierung der Linscheidbrücke dauert jetzt nochmal länger als geplant. Aber damit nicht genug: Die Sanierung wird auch teurer als erwartet.
Erst vor 14 Tagen hatten wir berichtet, dass sich die Sanierung der Linscheidbrücke noch hinzieht, und zwar nach Aussage von Pressesprecher Hanno Grundmann bis Ende Juli. Jetzt teilt Grundmann mit, dass sich die Fertigstellung nochmal verschiebt: Bis zum Ende der Sommerferien soll die Baustelle den Verkehrsteilnehmern in Altena erhalten bleiben. „Bei Arbeiten an der Schutzbeschichtung auf dem stadteinwärts rechten Gehweg ist ein weiterer Mangel festgestellt worden“, so die Begründung seitens der Stadtverwaltung.
Seit Mitte Februar wird an der Sanierung der Gehwege sowie der Übergangs- und Dehnungsfugen der Linscheidbrücke gearbeitet – immer wieder traten unvorhergesehene Probleme auf. Vor allem sei beim Bau der Brücke zu viel minderwertiger Beton verwendet worden sein, hieß es. Das ganze Ausmaß sei jedoch erst während der Maßnahme festgestellt worden.

In der neuen Schicht des sanierten Gehweges der Linscheidbrücke haben sich Luftblasen gebildet. Foto: Grundmann
Luftblasen und Baumsameneintragungen in neuer Schicht
Nun ist bei einem routinemäßigen Kontrollgang der städtischen Abteilung Planen und Bauen aufgefallen, dass sich zwischen den mittleren Schichten der neu aufgebrachten Schutzbeschichtung Luftblasen gebildet haben, die leicht aufplatzen können. Außerdem wurden nach Fertigstellung der obersten Schicht Laub- und Baumsameneintragungen festgestellt. „Zum jetzigen Zeitpunkt können wir nicht mit Sicherheit sagen, ob es sich hier um Hitzeschäden aufgrund der ungewöhnlich hohen Temperaturen handelt oder ob andere Ursachen vorliegen. Das wird derzeit untersucht“, erklärt Stadtsprecher Hanno Grundmann.
Neben der erneuten Bauzeitverlängerung steigen auch die Kosten für das Projekt: Insgesamt kostet die Sanierung jetzt 1,12 Millionen Euro, veranschlagt waren ursprünglich 662000 Euro. „Uns ist bewusst, dass sich die Unannehmlichkeiten für alle Bürgerinnen und Bürger weiter verlängern. Aber am Ende muss alles fachgerecht und dauerhaft erledigt sein“, so Grundmann.