Altena. Die Geschichte der Burgstadt soll auch künftig nicht nur in historischen Gebäuden stecken, sondern lebendig erzählt werden. Das Tourismusbüro Altena will sein Angebot an Stadtführungen weiterentwickeln und sucht dafür zugleich neue Stadtführerinnen und Stadtführer.
Derzeit gehören fünf Stadtführerinnen und Stadtführer zum Team. In den vergangenen Jahren ist die Zahl unter anderem durch alters- und krankheitsbedingte Ausfälle zurückgegangen. Damit geht es für das Tourismusbüro nicht nur um personelle Verstärkung: Mit dem Ausscheiden langjähriger Stadtführer droht auch historisches Wissen über Altena verloren zu gehen.
„Wir möchten die Geschichte Altenas auch künftig aus unterschiedlichen Blickwinkeln vermitteln“, sagt Melanie Spelsberg vom Bereich Tourismus, Kultur und Stadtmarketing. Gesucht würden deshalb Menschen, die sich für Geschichte, Kultur oder Heimatkunde interessieren und Freude daran haben, mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen. Vorkenntnisse seien dabei keine Voraussetzung. Entscheidend seien vielmehr Interesse, Neugier und die Bereitschaft, sich in die jeweiligen Themen einzuarbeiten.
Unterschiedliche Themenführungen
Das Tourismusbüro organisiert und koordiniert die Stadtführungen. Rund zehn bis 15 öffentliche Themenführungen gibt es pro Jahr. Hinzu kommen individuell buchbare Führungen für Gruppen, Familien, Klassentreffen oder Betriebsausflüge. Inzwischen stehen 13 unterschiedliche Themen zur Auswahl. Sie reichen von der Stadtgeschichte und der Lenne über jüdisches Leben und Altenaer Persönlichkeiten bis zu kuriosen Geschichten und Angeboten für Kinder. Neu sind in diesem Jahr die Führungen „Mitgegangen – Mitgefangen“ und „Von Denkmal zu Denkmal“.
Nicht jedes Thema stößt dabei auf die gleiche Resonanz. Das Tourismusbüro will deshalb regelmäßig überprüfen, welche Angebote besonders gefragt sind und wo neue Themen sinnvoll sein könnten. „Unser Ziel ist es, unterschiedliche Interessen und Zielgruppen anzusprechen und das Angebot entsprechend weiterzuentwickeln“, erklärt Spelsberg. Auch abseits der klassischen Stadtführungen gibt es neue Angebote. Im September startet im Netter Dömchen gemeinsam mit Gerd Klimpel eine vierteilige Vortragsreihe. Dabei geht es um historische Begebenheiten, kuriose Geschichten, Kriminalfälle sowie Sagen und Erzählungen aus Altena.
Neuer Stadtführer zeigt historische Gebäude in Altena
Eine weitere Gelegenheit, Altena aus einem neuen Blickwinkel kennenzulernen, gibt es bereits am kommenden Sonntag (13. September): Am Tag des offenen Denkmals lädt der neue Altenaer Stadtführer Tobias Kaiser zur Führung „Von Denkmal zu Denkmal“ ein. Bei dem rund einstündigen Spaziergang stehen historische Gebäude und Denkmäler im Mittelpunkt, die im Alltag leicht übersehen werden können. Los geht es um 14 Uhr an der Lutherkirche. Von dort führt Kaiser zu drei weiteren Denkmälern und erläutert deren Geschichte und Bedeutung für die Stadt. Die Teilnahme kostet 5 Euro pro Person, Kinder bis zwölf Jahre zahlen 2,50 Euro. Eine Anmeldung ist telefonisch unter 02352/5493020 oder online.



