Altena/Märkischer Kreis. Die Kreispolizeibehörde appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, das neue Jahr sicher und friedlich zu begrüßen. Mit einer Reihe von Tipps möchte die Polizei dazu beitragen, dass die Silvesternacht ohne Zwischenfälle verläuft. Das Klinikum Hellersen hat vorsorglich umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um Verletzungen durch Feuerwerkskörper schnell und professionell zu versorgen.
Die Polizei verdeutlicht, dass der Gebrauch von Feuerwerkskörpern besondere Vorsicht erfordert. Nur zugelassene Produkte mit CE-Kennzeichnung, die im Fachhandel gekauft wurden, sollten verwendet werden. Die Polizei betont die Wichtigkeit, die Gebrauchsanweisungen der Hersteller genau zu beachten. Feuerwerk sollte ausschließlich im Freien und mit ausreichendem Sicherheitsabstand gezündet werden. „Es ist strikt untersagt, Raketen oder Böller auf Menschen, Einsatzkräfte oder Tiere zu werfen“, so die Kreispolizeibehörde. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass Feuerwerkskörper nicht in der Nähe von Gebäuden, Hecken oder anderen brennbaren Materialien gezündet werden, da dies Brände verursachen kann. Und: „Kinder sollten niemals Zugang zu Pyrotechnik erhalten„.
Bitte um Rücksicht und Verantwortung – Polizei verstärkt Präsenz
Ein friedliches Miteinander bedeutet auch Rücksicht auf andere Menschen und Tiere. In der Silvesternacht wird oft Alkohol konsumiert. Die Polizei rät dringend davon ab, unter Alkoholeinfluss ein Fahrzeug zu führen. „Wer feiert, sollte entweder zu Fuß gehen, ein Taxi nehmen oder Fahrdienste in Anspruch nehmen“, erklärt die Polizei. Zudem empfiehlt sie, Wertsachen stets im Blick zu behalten und sicher zu verstauen. Denn: In größeren Menschenmengen bestehe die Gefahr von Taschendiebstählen. Aufgrund des erfahrungsgemäß erhöhten Einsatzaufkommens in der Silvesternacht wird die Polizei mit zusätzlichem Personal im Einsatz sein. Bürgerinnen und Bürger, die Straftaten beobachten, werden aufgefordert, diese umgehend über den Notruf 110 zu melden.
Klinikum warnt vor Silvester-Verletzungen
Auch das Klinikum Hellersen richtet sich in einer Presseinformation an die Bevölkerung. Dr. Susanne Kaskel-Paul, Leiterin der Augenklinik, betont darin: „Silvester ist für uns die Zeit der Augenverletzungen – bundesweit erleiden fast 800 Menschen jährlich schwere Schäden, mehr als die Hälfte sind Unbeteiligte und bis zu 40 Prozent Kinder. Wir plädieren daher für ein Verbot von Privatfeuerwerk.“
Auch die HNO-Klinik warnt vor gefährlichen Knalltraumata und Explosionsverletzungen im Gesicht, während die Plastische Chirurgie sich auf schwere Handverletzungen und komplexe Eingriffe vorbereitet. In der Unfallchirurgie stehen Verbrennungen, Platzwunden und Knochenbrüche im Fokus, oft verursacht durch unsachgemäßen oder illegalen Umgang mit Feuerwerk. Das Klinikum Hellersen appelliert eindringlich an die Bevölkerung, Sicherheitsvorkehrungen zu beachten und verantwortungsbewusst zu feiern.