Altena. „Bloom“, so der Titel ihrer ersten Ausstellung, steht für „Aufblühen“. Laura Goess aus Altena präsentiert vom 8. bis 10. Mai ihre Kunst in der Burg Holtzbrinck. Mit ihren Werken will sie den Besuchern Raum geben für Emotionen, Interpretationen und neuen Perspektiven.
Mit dem Ausstellungswochenende ihres Projekts „Bloom“ verfolgt die 32-jährige Künstlerin das Ziel, ihre abstrakte Kunst in einen direkten Dialog mit dem Publikum zu bringen. Dabei geht es ihr nicht allein um die Präsentation fertiger Werke, sondern ebenso um den Prozess dahinter – und um die Möglichkeit, in einen persönlichen Austausch zu treten.
Im Mittelpunkt stehe eine offene Ausstellungssituation, die bewusst nicht distanziert oder rein betrachtend angelegt sei. Vielmehr solle ein Raum entstehen, in dem Besucherinnen und Besucher sich mit abstrakter Malerei auseinandersetzen können, Fragen stellen und unterschiedliche Zugänge zu den Arbeiten finden. Die Werke seien dabei als Einladung gedacht, eigene Interpretationen zu entwickeln und Emotionen frei zuzulassen. „Es ist super interessant, wie unterschiedlich die Menschen auf meine Kunst reagieren“, erklärt sie im Gespräch mit LOKALSTIMME. Diese Erfahrung habe sie beim Weihnachtsmarkt im vergangenen Jahr gemacht, denn dort hatte sie in der Bürgerburg einen Stand mit ihren Gemälden. „Der eine findet das Bild schön und erkennt einen Baum darin. Für den nächsten ist es irgendein Gekritzel. Und ein anderer meint, dass könne er auch“, berichtet Laura Goess von ihren Begegnungen.
Vererbtes Talent und viele Ideen im Kopf
Laura Goess ist in Altena aufgewachsen und malt schon so lange, wie sie denken kann. „Das habe ich von meinem Papa und von meinem Opa geerbt“, sagt sie. In der Schule hatte sie in Kunst immer eine Eins und so wuchs der Wunsch, einmal etwas Kreatives zu machen. Nach einem Studium an der privaten Hochschule BiTS in Iserlohn ist sie im Marketing tätig. „Es macht mir Spaß Ideen zu entwickeln, wie sich ein Produkt am besten vermarkten lässt“. Sie beschreibt sich selbst als kreativen Menschen: „Mein Kopf ist immer voller Ideen“.
So eben auch die für ihr Projekt „Bloom“. Ein zentraler Aspekt des Konzepts sei die Begegnung mit der Künstlerin selbst. Besucherinnen und Besucher sollen die Möglichkeit erhalten, Laura Goess kennenzulernen, Einblicke in ihre Arbeitsweise zu bekommen und mehr über die Hintergründe ihrer abstrakten Werke zu erfahren. Im Leben brauche sie Ruhe und Ordnung, erläutert sie. „Aber wenn ich den Pinsel in der Hand habe, lasse ich alles raus, fühle mich frei, denke nicht nach und lasse die Energien fließen“, beschreibt die 32-Jährige, was sie beim Malen empfindet.
Das Ausstellungswochenende versteht sie nicht als klassische Präsentation, sondern als offenes Format zwischen Ausstellung, Gespräch und künstlerischem Austausch. Es solle ein Ort sein, an dem Kunst nicht nur betrachtet, sondern erlebt und gemeinsam reflektiert wird. „Es soll ein schönes Erlebnis werden und ich freue mich auf das Feedback der Leute“, sagt Goess. Am Freitag, 8. Mai, ist die Eröffnung, zu der sich Interessierte anmelden sollen. Samstag und Sonntag ist „Open House“, heißt jeder kann vorbeikommen. Mehr Infos zu diesem Event gibt es unter diesem Link.



