Altena. Personenrettung aus der Lenne, Rauch aus dem Wald und ein Ölfilm auf der Bundesstraße: Fast zeitgleich gab es am Dienstagabend (17. Mai) drei aufwändige Einsätze für Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei in Altena.

Viel Blaulicht und Martinshorn war am Dienstagabend (17. Mai) zwischen 20.30 und 21 Uhr auf den Straßen der Burgstadt unterwegs. Fast zeitgleich gab es für Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei reichlich zu tun.


Um 20.30 Uhr ging es für die Feuerwehr die Nette hinauf zum Nettenscheid. Dort hatten Anrufer der Leitstelle Rauchschwaden gemeldet, die aus einem Waldgebiet am Ende der Wohnbebauung aufstiegen. Weil das Unterholz trotz des Gewitterregens der vergangenen Tage noch extrem trocken ist, alarmierte die Leitstelle auch die Löschgruppe Stadtmitte der Freiwilligen Feuerwehr dorthin. An der Suche der Ursache für den Rauch war auch das neue geländegängige Fahrzeug der Feuerwehr beteiligt.

Schließlich endeckten die Feuerwehrleute Personen, die am Waldrand eine Feuertonne angeheizt hatten. Die Feuerwehr löschte die Flammen und belehrte die Personen darüber, wie gefährlich offenes Feuer im oder am Wald ist.

Schmierfilm auf der Straße in der Stortel-Kurve

Noch während die Feuerwehr aus der Innenstadt am Nettenscheid im Einsatz war, kam es auf der Werdohler Straße (B236) zu einer Ölspur: Ein Bus, der in Richtung Altena fuhr, hatte ausgangs der Stortel-Kurve wohl wegen eines technischen Defekts jede Menge Motorflüssigkeit verloren und blieb schließlich auf der Straße liegen. Zur Absicherung der Unfallstelle im Kurvenbereich rückte die Löschgruppe Drescheid von der Höhe runter ins Lennetal zum Stortel aus.

Die Beseitigung des Schmierfilms, der sich über mehrere hundert Meter zog, übernahm eine Spezialfirma; die Reinigungsarbeiten dauerten bis in die Nacht hinein. Die B236 war während des Einsatzes nur einspurig befahrbar.

Bei dem Bus handelte es sich um ein Fahrzeug eines privaten Unternehmens, das im Auftrag der Märkischen Verkehrsgesellschaft (MVG) fährt. Die MVG schickte einen Werkstattwagen, der den defekten Bus abschleppte.

Noch während des Einsatzes an der Werdohler Straße erreichte ein Hilferuf der Polizei die Feuerwehr: In der Lenne befinde sich stadtauswärts eine Person in der Lenne – und das bei einsetzender Dämmerung. Zur Unterstützung der Polizei rückte die Löschgruppe Drescheid zwischenzeitlich von der Werdohler Straße aus zum Einsatz an der Lenne ab.

Schließlich gelang es zwei Polizeibeamten die männliche Person aus dem Wasser zu holen; der Mann wurde laut Feuerwehr an den Rettungsdienst übergeben. Auch ein Notarzt wurde hinzugezogen, ebenso das Ordnungsamt der Stadt Altena. Nach Auskunft der Feuerwehr kam der Mann anschließend in ein Krankenhaus. Zu den Hintergründen des Vorfalls gab es in der Nacht noch keine Angaben. Trotz der Regenfälle führt die Lenne aktuell mit einem Pegel von rund 40 Zentimetern Niedrigwasser.

Bereits am frühen Abend hatten die Sirenen in der Stadtmitte geheult. Die Feuerwehr sollte zu einem möglichen Gebäudebrand ausrücken – es war allerdings ein Fehlalarm: Der Anrufer hatte den Qualm aus einem Kamingrill an der Bahnhofstraße versehentlich für Rauch eines Feuers gehalten.

Fotos: Carsten Menzel

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