Altena-Evingsen. Ein Feuer hat in der Nacht zu Samstag (23. April) den Anbau eines Wohnhauses im Altenaer Ortsteil Evingsen zerstört und wohl das gesamte Haus vorerst unbewohnbar gemacht. Personen wurden nicht verletzt. Eine mögliche Ursache für den Brand könnten Feuerwerkskörper sein.

Für die Feuerwehr war es ein Einsatz an einer dieser undankbaren Stellen im Stadtgebiet: Auf der Böcke. Eine schmale Straße, mitten im Dorfkern von Evingsen. Unterhalb von Kirche und Kindergarten. Enge Zufahrten, dichte Bebauung. Und als die Sirenen um 22.40 Uhr in der Nacht heulen, schlagen die Flammen schon hell in den Nachthimmel.


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Eine Frau mit zwei Hunden trifft die Feuerwehr vor dem brennenden Anbau an; einen Mann holen sie aus dem Gebäude heraus. Beide Personen – nach ersten Erkenntnissen die Bewohner – sind unverletzt geblieben.

Carport geht als erstes in Flammen auf

Angefangen hat das Feuer wohl an einem Carport, der unmittelbar an das Haus angebaut war – und von dem am Ende nicht viel mehr als verkohlte Balken übrig blieben. Von dort aus suchten sich die Flammen ihren Weg unter das Dach und durch die Seitenfenster schnell ins Innere des Anbaus an dem zweigeschossigen Gebäude.

Womöglich könnten Feuerwerkskörper das Feuer ausgelöst haben. „Unmittelbar vor Ausbruch des Brandes haben Augenzeugen gehört und gesehen, wie Feuerwerkskörper gezündet wurden“, berichtet die Polizei noch in der Nacht am Einsatzort auf Nachfrage von LOKALSTIMME.DE. Die genaue Brandursache müssten allerdings erst die Ermittlungen der nächsten Tage ergeben.

Wasser aus mehreren Hydranten

Der Feuerwehr gelingt es, die Flammen vom Haupthaus, von einem Flüssiggastank wie auch vom Nachbargebäude, einem ehemaligen Schreibwaren- und Lottogeschäft, fernzuhalten. Die Löscharbeiten sind dennoch schwierig: Um alle Flammen und Glutnester zu löschen, muss das Flachdach des Anbaus mit Einreißhaken und Kettensäge aufgeschnitten werden. Auf die Rückseite des Hauses gelangt die Feuerwehr anfangs nicht, weil der Weg zugestellt ist.

In der Spitze löscht die Feuerwehr mit fünf C-Rohren die Flammen, auch vom Kindergarten-Grundstück oberhalb des Hauses aus. Immerhin: Die Wasserversorgung funktioniert. „Wir entnehmen das Wasser aus Hydranten an mehreren Stellen im Dorf“, erläutert Stefan Brockhaus, stellvertretender Stadtbrandinspektor, das Vorgehen.

Zufahrten ins Dorf gesperrt

Insgesamt war die Feuerwehr Altena mit der Feuerwache sowie den Löschzügen I (Innenstadt) und II (Dahle, Evingsen) und der Löschgruppe Drescheid aus dem Löschzug III der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz. „Zusammen rund 70 Feuerwehrleute“, so Feuerwehrsprecher Philipp Selle. Einige Fahrzeuge blieben bei Pleuger und oberhalb an der Ihmerter Straße zunächst in Bereitstellung, weil in den schmalen Straßen im Dorf kein Platz war. Die Löschgruppe Rahmedetal besetzte die Feuerwache in der Nette.

Die Zufahrten ins Dorf, wie Brunnenstraße, Neuer Weg oder In der Schledde und Auf der Böcke waren von Polizei und Feuerwehr während des Einsatzes abgeriegelt.

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Fotos: Carsten Menzel (15), Feuerwehr Altena (2), privat (1)

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