Altena. Der Leiter des Technischen Hilfswerks (THW) in Altena und ehemalige Bürgermeisterkandidat, Frank Herbel, ist tot. Er starb plötzlich und unerwartet während eines Krankenhausaufenthalts.

Herbel, Vater von drei Kindern, wurde 53 Jahre. Sein plötzlicher Tod löst große Betroffenheit weit über die Familie und Freunde in der Burgstadt hinaus aus. „Sein Tod reißt eine riesige Lücke“, heißt es aus der THW-Regionalstelle in Dortmund.


Frank Herbel und THW Altena – das gehörte seit mehr als vier Jahrzehnten zusammen. Im Dezember 1980 trat Herbel in die Ortsgruppe ein; 1997 wurde er zum Gruppenführer befördert. Seit 2003, also seit fast 20 Jahren, stand Frank Herbel ehrenamtlich als Ortsbeauftragter an der Spitze der Bundesanstalt in der Burgstadt und trat dabei in die Fußstapfen seines Vaters, der zuvor Ortsbeauftragter war.

In seine Zeit als Ortsbeauftragter fiel der Neubau der THW-Unterkunft mit Hilfe eines Investors in der Brachtenbecke, nachdem die Räume, insbesondere für moderne Fahrzeuge, in der Nette zu eng geworden waren. 2014 zog das THW aus der Nette in die Brachtenbecke um – in ein zweigeschossiges Verwaltungsgebäude und moderne Fahrzeughallen. Auch das war ein Verdienst Herbels.

Seinen vermutlich wichtigsten THW-Einsatz für Altena leitete Frank Herbel im Juli vergangenen Jahres bei der Flutkatastrophe. Die blauen Spezialfahrzeuge halfen beim Aufräumen nach der Flut, schafften tonnenweise Schutt und Geröll weg und halfen unterspülte Böschungen und Straßen zu sichern. Einer Löschgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Altenas erwies er unbürokratisch und pragmatisch eine große Hilfe am Flutabend.

Herbels Anliegen in seiner Tätigkeit war stets die Förderung der Jugend. Dabei war die Nachwuchsgewinnung für die Hilfsorganisation für ihn kein reiner Selbstzweck, sondern eine Herzensangelegenheit.

Anfang Februar 2020 kündigte Herbel an, bei der Kommunalwahl im Herbst des Jahres als parteiloser Kandidat für das Amt des Bürgermeisters anzutreten; das Soll von 96 erforderlichen Unterstützerunterschriften erfüllte Herbel mit 120 locker. Mit Forderungen u. a. nach einer Belebung der Innenstadt und einer besseren Jugendförderung zog er in den Wahlkampf – landete am Wahlabend aber mit 6,3 Prozent abgeschlagen auf dem vierten Platz.

Von dem Wahlergebnis ließ sich Frank Herbel nicht irritieren und setzte seine ehrenamtliche Arbeit beim THW ungebremst fort.

Am Donnerstag vergangener Woche ist Frank Herbel im Alter von nur 53 Jahren in einem Krankenhaus verstorben.

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