Altena. Anschubfinanzierung für den Neustart: Mit eine Spende von 5.000 Euro unterstützt die Vereinigte Sparkasse im Märkischen Kreis den Kulturring Altena, der zum neuen Jahr vor personellen Änderungen und im Laufe des Jahres vielleicht auch vor einem Umzug steht.

Sparkassen-Vorstand Kai Hagen selbst übergab jetzt im Rathaus den symbolischen Scheck im Großformat an Bürgermeister Uwe Kober und Melanie Jens, zuständig für Tourismus und Stadtmarketing und künftig auch Kulturbeauftragte im Altenaer Rathaus.

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Als „traditionelle Unterstützung“ bezeichnete Sparkassenchef Kai Hagen die Spende an den Kulturring, der bereits seit Jahren auf die finanzielle Mithilfe des kommunalen Geldinstituts zählen kann. „Wir können uns darauf verlassen, dass mit dem Geld etwas sinnvolles gemacht wird“, urteilte Hagen über die Arbeit des Kulturrings und verwies dabei auf den Stellenwert von Kulturveranstaltungen. Mit Blick auf die Corona-Pandemie, die auch das kulturelle Leben stark einschränkt, blickte Hagen nach vorne: „Es ist wichtig, dass wieder Veranstaltungen stattfinden können“. Die Spende solle dazu beitragen, Kulturveranstaltungen in Altena wieder zu beleben bzw. am Leben zu halten.

Umstellung zum 1. Januar 2022

„Der Kulturring ist, wie viele Vereine und Verbände, gerade jetzt auf Unterstützung angewiesen“, dankte Bürgermeister Uwe Kober für die Spende in Corona-Zeiten und lobte die „gute Zusammenarbeit“ mit der Sparkasse – sie sei bei der Kulturförderung „ein verlässlicher Partner“.

Alle Veranstaltungen, „die möglich sind“, sollten weiterhin stattfinden, so Kober. „Die Menschen sind hungrig darauf. Es gibt ihnen ein Stück Normalität wieder“, urteilte Melanie Jens über die Angebote des Kulturring, die sie ab 1. Januar 2022 aus dem Rathaus heraus verantwortet; der bisherige Geschäftsführer, der die Aufgabe freiberuflich erledigte, scheidet zum Jahresende aus.

Kulturring kehrt ins Rathaus zurück

Damit endet das Konstrukt der Kulturarbeit, das Altenas Ex-Bürgermeister Andreas Hollstein aus Sparzwängen heraus aufgelegt hatte. Sein Nachfolger Uwe Kober holt die Zuständigkeit für das Kulturleben zurück ins Rathaus – und bündelt in der Stadtverwaltung in einer Querschnittsstelle mehrere verwandte Aufgaben: Melanie Jens ist mit einer Vollzeitstelle für Tourismus inklusive des Erlebnisaufzugs zur Burg, für das Stadtmarketing und dann eben auch für den Kulturring und dessen Arbeit zuständig.

Wenn es nach Bürgermeister Uwe Kober geht, sollen die Bereiche Kulturring-Geschäftsstelle/Tourismusbüro bzw. Touristeninfo/Stadtmarketing auch räumlich zusammengeführt werden – und zwar am besten mitten in der Innenstadt. Eine Örtlichkeit hat Kober auch bereits im Hinterkopf, möchte aber derzeit mit seinen Plänen noch nicht an die Öffentlichkeit gehen. „Erst müssen wir intern schauen, ob der Haushalt die Finanzierung hergibt“, sagte der Bürgermeister gegenüber LOKALSTIMME.DE.

Hintergrund:

  • Die Spende an den Kulturring wurde nach Angaben der Sparkasse durch die Sparlotterie des Geldinstituts möglich; mit jedem verkauften Los werden dabei „gemeinnützige, jugendfördernde und caritative Vorhaben und Einrichtungen unterstützt”, teilt die Sparkasse mit. Jedes Los kostet 6 Euro. 4,80 Euro spart der Loskäufer dabei an; 1,20 Euro sind der Lotterieeinsatz mit der monatlichen Chance auf Geld- und Sachpreise. 0,30 Euro fließen davon direkt in gemeinnützige Projekte innerhalb des Verbandsgebiets des Sparkassenverbands Westfalen-Lippe, zu der auch die Vereinigte Sparkasse im Märkischen Kreis gehört.

Fotos: Carsten Menzel

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