Altena/Lüdenscheid. Auf das Lennetal rollt ein Verkehrschaos zu: Am Donnerstagnachmittag (2. Dezember) ist die Autobahn A 45 zwischen den Anschlussstellen Lüdenscheid-Nord und Lüdenscheid komplett gesperrt worden. Die Vollsperrung betrifft beide Fahrtrichtungen und soll mehrere Tage dauern.

Als Grund für die drastische wie überraschende Maßnahme nennt der Landesbetrieb Straßen NRW auf seiner Homepage „Schäden an der Talbrücke Rahmede”. Diese Schäden sind offenbar bei einer Überprüfung des Brückenbauwerks festgestellt worden und so massiv, dass eine unverzügliche Sperrung unumgänglich geworden ist. Damit ist eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen in NRW, die das Ruhrgebiet mit Hessen und weiter nach Süddeutschland verbindet, und eine viel genutzte Pendlerstrecke in Höhe Lüdenscheid voll gesperrt.

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Wie lange die Vollsperrung der Sauerlandlinie dauert, scheint noch unklar zu sein. Auf der Verkehrsübersichtsseite von Straßen NRW wird als Datum der 8. Dezember, also kommender Mittwoch, genannt.

Bereits kurz nach der Sperrung bildeten sich in beide Richtungen längere Staus. Die WDR-Verkehrsnachrichten rieten ihren Hörern „Wer kann, sollte großräumig umfahren”. Allerdings dürften viele Verkehrsteilnehmer auch die B 236 zwischen Iserlohn-Letmathe über Nachrodt und Altena nach Lüdenscheid als Ausweichroute in den Blick nehmen — und das bei der aktuellen Baustellensituation in Nachrodt (Nachrodter Brücke, Altenaer Straße) und in Altena (halbseitige Sperrung Lüdenscheider Straße).

Die Talbrücke Rahmede der A 45 ist rund 450 Meter lang und soll innerhalb des Ausbaus, wie nahezu alle Talbrücken auf NRW-Gebiet, neu gebaut werden; das Bauwerk überspannt das obere Rahmedetal auf Lüdenscheider Stadtgebiet.

Symbolfoto: Straßen.NRW

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