Altena/Märkischer Kreis. Intensiv rot. Als wenn die Mauern glühen. So leuchtet die Burg Altena am Freitagabend (26. November) hoch oben über dem Lennetal, um später in der Nacht die Farbe in ein tiefes Blau zu wechseln. Das Glanzlicht Anno 2021 setzt die Festung nicht nur in Szene, sondern schlägt die Brücke in die Geschichte der Anlage und der Region.

Die Lichtinszenierung und Architekturprojektion stehen unter dem Titel „Fundamental“. Die Burg und die Museen seien „fundamental für die Stadt Altena und den Märkischen Kreis“, erläutert Tom Groll, Lichtkünstler und Kurator aus Lüdenscheid, der das Projekt federführend entwickelt hat, bei der Eröffnung die Titelwahl. „Fundamental“: Damit bekommt das Farb-, Form- und Schattenspiel auf den Burgmauern bei der dritten Auflage des Glanzlichts zum ersten Mal ein Thema und geht über die Inszenierung der Architektur an sich hinaus.


„Eisen, Metall, Feuer, Wasser“ nennt Tom Groll – die „fundamentalen Elemente“, die für das Leben und die Industriegeschichte in dieser Region stehen und die bis heute weite Teile der Wirtschaft entlang der unteren Lenne bestimmen. Diese Elemente, kündigt Groll an, werden sich durch das Projekt Glanzlicht 2021 ziehen. Wie das Feuerrot und Wasserblau zum Beginn.

Den Auftakt und ersten Teil gab es am späten Freitagnachmittag, als die Dämmerung bereits den grauen Novembertag an den Abend übergeben hat. Emma und Hanna, die beiden Töchter von Landrat Marco Voge, durften an der Burg auf den Knopf drücken und das Glanzlicht anschalten. „Eine bessere Werbekampagne für Altena und den Märkischen Kreis gibt es nicht“, urteilt dabei Voge über die Lichtinszenierung der Burg und verweist in seiner kurzen Ansprache auf die vielen Fotos, die im letzten Jahr beim Wettbewerb des Kreises eingereicht und in den Sozialen Medien veröffentlicht worden waren.

Eröffnung des zweiten Teils am 4. Dezember

Teil 1 des Glanzlichts leuchtet also. Teil 2 folgt in einer Woche, am Freitag, 4. Dezember. Dann bezieht das Künstlerkollektiv um Tom Groll mit Kuno Seltmann, Licht-Punk und Sam Khatam (Musik) die Mauern im Innenhof mit ein. Die Wand wird dabei zur Projektionsfläche und greift Themen der Burg und aus den Museen auf. „Kommen Sie da auf jeden Fall. Das wird nochmal super spannend“, wirbt Tom Groll, der dem Kreis als Auftraggeber und stellvertretend für viele helfende Hände Martina Handke vom Märkischen Kreis und Burgwart Ralf Jellema für die Unterstützung dankte, um Publikum. Das Glanzlicht insgesamt geht bis zum 2. Januar 2022.

Das dreitägige Rahmenprogramm „Wintermezzo“, mit einer Gaukler-Show im oberen Burghof am Freitagabend, lockte nur wenige Besucher an – das nasskalte Wetter und der Aufruf zur allgemeinen Kontaktbeschränkung angesichts rasant steigender Corona-Zahlen dürften dabei erheblichen Einfluss gehabt haben.

Am Samstag und Sonntag geht das „Wintermezzo“ weiter: Am Samstag, 27. November, ab 17 Uhr mit Queen-Songs von „The Royal Squeeze Box“. „Beswingt“ weihnachtlich wird es am Sonntag, 28. November, ab 15 Uhr mit dem Entertainer Thomas Bähren alias „Mr. T.“ Ein Besuch der Veranstaltungen ist nur mit Voranmeldung und Buchung der Eintrittskarte möglich: Tickets sind nur im Vorverkauf unter www.maerkisches-sauerland.com erhältlich. Und der Märkische Kreis weist daraufhin: „Für den Besuch der Veranstaltung sowie generell für den Besuch der Museen Burg Altena gilt die 2G-Regel!“

Und zu Füßen der Burg, in der Fußgängerzone, startete am Freitag die Altenaer Wintermeile, die auch am Samstag (27. November) von 11 bis 18 Uhr geöffnet hat. (Bericht folgt)

Fotos: Björn Braun

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