Altena/Lüdenscheid. Die Bauarbeiten sind früher abgeschlossen, als geplant, aber die Vollsperrung der Lüdenscheider Straße in Altena soll erst in der Nacht zu Samstag (9. Oktober) aufgehoben werden. Grund dafür ist nach Informationen von LOKALSTIMME.DE der Busfahrplan der Märkischen Verkehrsgesellschaft (MVG), die die Routen wohl nicht zeitnah anpassen kann.

Eigentlich klingt die Nachricht aus dem Landesbetrieb Straßen NRW ja schon wie eine gute Nachricht: „Die Vollsperrung der L530 kann bereits am Freitagabend (08.10.) ab ca. 23 Uhr aufgehoben werden, so dass die Lüdenscheider Straße dann wieder für den Verkehr befahrbar ist”, teilt die Behörde mit. Die Arbeiten zur Demontage von Lärmschutzelemente unterhalb der Straße an der Bahnstrecke konnten somit schneller als geplant abgeschlossen werden. Das ist alleine deshalb gut, weil die Vollsperrung der Lüdenscheider Straße zwischen Pott-Jost-Brücke und ehemaligem Kleinbahntunnel nur mit weiten Umwegen umfahrbar ist: Wer aus der Stadtmitte zum Breitenhagen, in die Rahmede oder nach Lüdenscheid will und umgekehrt, muss aktuell weite Umwege in Kauf nehmen.

Die dunkelroten Lärmschutzelemente unterhalb der gesperrten Straße sind bereits seit Dienstagabend komplett entfernt; auch der große, gelbe Kran, der die Wandelemente weghievte, ist bereits wieder abgefahren — die Strecke ist frei und ohne Hindernisse, abgesehen von der Beschilderung der Vollsperrung. Also scheint der Aufhebung der Vollsperrung nichts mehr im Wege zu stehen.

„Verkehrssicherungsmaßnahmen” seien der Grund, weshalb die Vollsperrung erst in der Nacht zu Samstag aufgehoben werden könne, berichtete am Mittwoch (6. Oktober) ein Sprecher der Straßen-NRW-Niederlassung in Hagen auf Nachfrage von LOKALSTIMME.DE. Nach weitergehenden Informationen ist mit dieser Aussage umschrieben, dass die Märkische Verkehrsgesellschaft (MVG) ihre Baustellenfahrpläne für die betroffenen Buslinien nicht zeitnah anpassen kann.

Aktuell endet die Linie 37 aus Lüdenscheid kommend vor der Sperrung in Höhe des ehemaligen Kleinbahntunnels; anschließend rangieren die Busse rückwärts in die Südstraße, um zu wenden und über die Rahmedestraße in Richtung Lüdenscheid zurückzufahren. „Das ist unter fließendem Verkehr, wenn die Sperrung aufgehoben wäre, praktisch nicht möglich”, erfuhr unsere Redaktion. Weil die MVG diese Baustellenfahrplan nicht unmittelbar zurücknehmen könne, bleibe die Vollsperrung des Abschnitts zunächst weiter bestehen und die Beschilderung weist nach wie vor die Vollsperrung aus, um den Bussen das Wenden zu ermöglichen — obwohl dieses Rangieren ebenso wie Teilung der Linie 37 gar nicht mehr notwendig wären.

Leidtragende sind zudem alle Verkehrsteilnehmer, die für rund drei weitere Tage bis Samstagnacht die ausgeschilderte Umleitung und damit einen weiten Umweg fahren müssen, weil die direkte Verbindung zwischen der Innenstadt von Altena und ihren südlichen Stadtteilen Breitenhagen und Rahmede länger als nötig abgeschnitten ist; das gilt auch für die beiden Supermärkte an der Rahmedestraße.

Zur Randnotiz werden dabei fast die Informationen, dass die Werdohler Straße (B 236), die als Umleitungsstrecke halbseitig befahrbar war, ab Dienstag (12. Oktober) ab 8 Uhr wieder voll gesperrt wird; in Höhe Buchholz geht die Beseitigung der Flutschäden weiter. Und wann die neuen Lärmschutzwände an der Bahnstrecke unterhalb der Lüdenscheider Straße angebracht werden, stehe noch nicht fest, teilt Straßen NRW mit. Immerhin: „Diese Arbeiten können dann ohne eine Vollsperrung erfolgen”, so der Landesbetrieb.

Fotos: Björn Braun

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