Altena/Nachrodt-Wiblingwerde. Nach der Flutwelle rollt jetzt die Welle der Hilfsbereitschaft — und der Spenden. Das Altenaer Unternehmen Selter („addi”-Stricknadeln) und deren Inhaberfamilie haben, gemeinsam mit der Evangelischen Kirche, einen Hilfsfonds eingerichtet. Zu Spenden rufen auch die Caritas und die Sparkasse auf. Und die Manuel-Neuer-Stiftung orderte 150 Pizzen für die Helfer in Altena.

Jeweils 10.000 Euro stellen das Dahler Unternehmen Adolf Selter („addi”) und der Evangelische Kirchenkreis Iserlohn als Sockelbetrag für den frisch aufgelegten Hilfsfonds zur Verfügung; Durch die Familien Selter und Malcus kommen weitere 6.000 Euro hinzu, die Evangelische Kirchengemeinde Altena stockt diesen Betrag um 4.000 Euro auf: Zum Start macht das 30.000 Euro. Die Superintendentin des Kirchenkreises, Martina Espelöer, hat am Freitag die Kirchengemeinde vor Ort besucht und beim Gang durch die Innenstadt das Ausmaß der Zerstörung direkt sehen können.

„Unsere kleine Stadt Altena hat es schwer erwischt. Manchen fehlt es am Allernötigsten”, sagt Claudia Malcus, Mitinhaberin der Firma Selter und Presbyterin der Evangelischen Kirchengemeinde Altena. Durch die Überschwemmungen seien viele Menschen nicht nur in Altena, sondern auch in den Nachbarorten Nachrodt, Lasbeck (Iserlohn) und Hohenlimburg (Hagen) betroffen. Schnelle und unbürokratische Hilfe sei jetzt notwendig. „Daher hat sich Addi entschlossen, zusammen mit dem Kirchenkreis Iserlohn einen Fonds ‚Hochwasserhilfe’ aufzulegen”, erklärt Malcus. Die örtliche Kirchengemeinde schließt sich mit ihrem Beitrag dem Hilfsfonds an.

Am Samstagmorgen (17. Juli) ist die Hilfsaktion von „Addi” über die Kanäle der sozialen Medien ausgespielt worden — das Unternehmen hofft auf zahlreiche Spenden von Kunden und Geschäftspartnern, aber auch von Altenaern, die helfen möchten. Über die Auszahlung an die Flutopfer entscheidet ein Spendenrat aus den Diakoniebeauftragten der Kirchengemeinde gemeinsam mit Presbyterin Claudia Malcus. „Wir sorgen dafür, dass die Hilfe genau dort ankommt, wo sie am nötigsten gebraucht wird”, sichert die Firmenchefin zu und wirbt im Spendenaufruf: „Schenken Sie den Menschen wieder ein Lächeln.”

  • Das Spendenkonto: Ev. Kirchenkreis Iserlohn, IBAN: DE89 3506 0190 2001 1690 28, BIC: GENODED1DKD (KD-Bank), Verwendungszweck: Hochwasser

„Nach dem schweren Hochwasser in Altena und Nachrodt sind viele Menschen auf Unterstützung angewiesen”, stellt auch die Vereinigte Sparkasse im Märkischen Kreis heraus. In Absprache mit der Stadt Altena und der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde sind zwei Spendenkonten eingerichtet, auf denen das Geldinstitut jeweils 2.500 Euro als Grundbetrag zur Verfügung stellt.

„Wir gehen mit gutem Beispiel voran und rufen dazu auf, für die Flutopfer zu spenden. Jeder Euro hilft, bitte unterstützen Sie diese Solidaritätsaktion“, betont Sparkassen-Vorstandsmitglied Mike Kernig. Die eingegangenen Spenden würden von den beiden Kommunen verteilt. Die Betroffenen müssen sich entweder bei der Stadt Altena  oder bei der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde melden.

  • Die Spendenkonten: 1. Stadt Altena, IBAN: DE67 4585 1020 0072 7579 33, BIC: WELADED1PLB (Ver. Sparkasse im Märk. Kreis), Verwendungszweck: Hochwasser 2021;
    2. Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde, IBAN: DE05 4585 1020 0072 7579 82, BIC: WELADED1PLB, Verwendungszweck: Hochwasser 2021.

Auch der Caritasverband Altena-Lüdenscheid wendet sich mit einem Spendenaufruf an die Öffentlichkeit. „Zahlreiche Familien, Einzelpersonen und Unternehmen aus dem Umkreis sind Opfer des massiven Hochwassers geworden und dadurch in eine Notlage geraten. Mit einer Spende unterstützen Sie gezielt die Betroffenen vor Ort”, heißt es in dem Aufruf.

  • Das Spendenkonto: Caritasverband Altena-Lüdenscheid e. V., IBAN: DE09 4585 1020 0080 0011 91, BIC: WELADED1PLB (Ver. Sparkasse im Märkischen Kreis) oder DE67 4476 1534 2313 4781 00, BIC: GENODEM1NRD (Volksbank in Südwestfalen), Verwendungszweck: Hochwasser.

Auch für die Familie des im Einsatz ums Leben gekommenen 46-jährigen Feuerwehrmannes und für die Freiwillige Feuerwehr Altena gibt es einen Spendenaufruf von Stadt Altena und Sparkasse.

  • Die Spendenkonten: Stadt Altena, IBAN: DE66 4585 1020 0072 7580 48, BIC: WELADED1PLB, Verwendungszweck: Trauerfall Feuerwehrmann und
    Stadt Altena, IBAN: DE71 4585 1020 0072 7580 55, BIC: WELADED1PLB, Verwendungszweck: Spende Freiwillige Feuerwehr.

Kartonweise kam eine Sachspende im Rathaus an der Lüdenscheider Straße an: Die Manuel-Neuer-Stiftung vom Torwart der deutschen Fußball-Nationalmannschaft hatte von München aus eine Verpflegungslieferung für die unzähligen Helferinnen und Helfer von Feuerwehr, THW, DRK und Bauhof in Auftrag gegeben. 150 Pizzen wurden zum Rathaus an der Lüdenscheider Straße geliefert. „Die Einsatzkräfte sind gut versorgt, auch durch viel Unterstützung aus der Altenaer Bevölkerung. Die Pizzen sind in der Nette an die freiwilligen Helfer und besonders betroffenen Anwohner verteilt worden”, heißt es aus dem Rathaus.

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