Altena. Investitionen in Höhe von zusammen rund einer halben Millionen Euro für die Ausstattung mit digitalen Medien und deren Support in den nächsten fünf Jahren: Das sieht die Fortschreibung des Medienentwicklungsplans (MEP) für die Schulen der Stadt Altena vor.

Mit dem 55-seitigen Entwurf für die Fortschreibung des MEP für die Jahre 2021 bis 2025 beschäftigt sich der Ausschuss für Schule, Sport und Kultur am Montag (7. Juni). In dem Papier ist detailliert aufgeführt, was die Grundschulen, die Sekundarschule und das Burggymnasium in den nächsten fünf Jahren an Ausstattung mit Geräten benötigen, was die Anschaffungen — also die Investitionen — kosten und was an Ausgaben für Betrieb, Wartung und Support anfällt — wenn denn nach diesem Plan verfahren wird.

Die Anschaffungen stehen dabei jeweils im Zusammenhang mit der jeweiligen pädagogischen Strategie der Schule. Daran orientiert sich die Ausstattung mit Geräten — bis hin zu Tablet- oder Notebookwagen zur Aufbewahrung der mobilen Endgeräte. Außerdem geht es etwa um große Touchscreens als interaktive Tafeln, die die alt hergebrachten grünen Tafeln, auf denen mit Kreide geschrieben wird, ablösen oder ergänzen könnten. Stückpreis: rund 10.500 Euro. Allein das elektronische Klassenbuch wird wohl nicht Realität: Keine Schule habe sich bisher dafür entschieden, heißt es in dem Entwurf des MEP.

Flächendeckend Wlan für das Burggymnasium

Noch für dieses Jahr ist vorgesehen, im Burggymnasium die (Netzwerk-)Verkabelung auf den neusten Stand zu bringen und das Wlan (kabellose Netzwerk) so auszubauen, dass es „in allen Klassen- und Fachräumen flächendeckend” ist. Die Kosten hierfür werden auf rund 125.000 Euro beziffert.

Auch für die Grundschule in Dahle ist ein Netzwerk- und Wlan-Ausbau vorgesehen. Wenn der abgeschlossen ist, seien „alle Schulen vollständig verkabelt”.

Insgesamt sieht der Entwurf des MEP für die weiterführenden Schulen (Sekundarschule und Burggymnasium) zusammen Investitionen von rund 340.000 Euro und jährliche Ausgaben von ca. 28.000 Euro für Betrieb, Wartung und Support für die nächsten fünf Jahre vor. Auf die Grundschulen entfallen Investitionen in Höhe von 169.000 Euro und jährliche Kosten von 25.000 Euro in diesem Zeitraum.

Zuschüsse und Fördergelder von Land und Bund

Den Ausgaben stehen Fördergelder gegenüber, etwa aus dem „Digitalpakt NRW” des Landes und aus Bundesmitteln.

Der Beschlussvorschlag für die Sitzung des Ausschusses für Schule, Sport und Kultur sieht zunächst vor, dass die Ausschussmitglieder den Entwurf „zur Kenntnis nehmen”. Zu den Sitzungsunterlagen gehören auch die Pläne der einzelnen Schule, in denen sie auflisten, was an Technik vorhanden ist, was weiter genutzt werden kann und wo Ersatz- oder Neu-Investitionen und Kosten anfallen.

Der MEP hat den Charakter eines Fahrplans, wie bei den Anschaffungen verfahren werden soll und zeigt dabei die Perspektive für die kommenden fünf Jahre auf. Die Ausgaben sind damit noch nicht tatsächlich beschlossen, sondern müssen innerhalb der jeweiligen Haushaltsplanentwürfe für die Jahre bis 2025 eingepreist und beschlossen werden.

  • Die Sitzung des Ausschusses findet am Montag, 7. Juni, um 17 Uhr in der Burg Holtzbrinck (Georg-von-Holtzbrinck-Saal) statt und ist öffentlich.

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