Altena (ots) 13.000 Euro Sicherheitsleistung mussten Fahrer und Eigentümer eines litauischen Lieferwagens in der vergangenen Woche zahlen, nachdem Ordnungsamt und Polizei ihren Wagen inspiziert hatten.

Mitarbeitern des städtischen Ordnungsamtes fiel am Montagmittag ein litauischer Kleintransporter auf dem Parkplatz eines Lebensmittelmarktes an der Rahmedestraße auf, der bis unters Dach mit Gefahrgütern beladen war. Sie holten die Polizei hinzu.

Der Verkehrsdienst der Polizei inspizierte den Wagen genauer. Unter anderem befanden sich auf der Ladefläche ein nicht zertifizierter Behälter mit 550 Litern Diesel, Verpackungen, Kartonagen und Spraydosen mit teils hochgiftigen Substanzen.

Erste Ermittlungen vor Ort ergaben, dass einige dieser Gefahrenstoffe, wenn diese mit Feuchtigkeit in Verbindung geraten, Gase bilden, die zum Tod führen können. Solche Begasungstabletten werden zum Abtöten von Schädlingen in Seecontainern verwendet. Da viele Verpackungen bereits beschädigt waren, stellte die Polizei das Fahrzeug in Absprache mit dem Ordnungsamt der Stadt Altena sicher und brachte es an einen sicheren Ort.

Am Donnerstag wurden die Substanzen mit Hilfe der Altenaer Feuerwehr und einer Fachfirma fachgerecht entladen und entsorgt. Der Fahrer des Lkw und der Unternehmer mussten für die gefahrgutrechtliche Missachtung der Beförderung und Lagerung der Gefahrgüter eine Sicherheitsleistung in Höhe von jeweils 3000 Euro (zusammen 6000 Euro) bezahlen. Das entspricht dem voraussichtlichen Bußgeld.

Die Stadt erhob für die umweltrechtlichen Ordnungswidrigkeiten und für die fachgerechte Entsorgung der Gefahrenstoffe eine Sicherheitsleistung in Höhe von 7000 Euro.

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