Altena. Das ganz große Winter-Chaos, vor dem gewarnt wurde, ist in Altena ausgeblieben. Viele Altenaer ließen das Auto stehen und blieben zu Hause. Der Winterdienst der Stadt sorgte auf den wichtigsten Straßen für freie Fahrt. Für die Feuerwehr Altena gab es drei Einsätze am Sonntag (7. Februar). Bis Montagabend (8.Februar) gilt ein Lkw-Fahrverbot auf den Autobahnen.

Die Altenaer hatten sich anscheinend auf einen gemütlichen Sonntag zu Hause eingerichtet. Der Verkehr in der Burgstadt war spürbar weniger als an einem normalen Sonntag. Auch vor der Lokalstimme-Redaktion an der Bahnhofstraße (B236) fuhren nur vereinzelt Autos und sorgten so für einen nicht so stressigen Wintersonntag für die Einsatzkräfte. In den sozialen Netzwerken gab es viel Lob für den Winterdienst der Stadt.

Die Feuerwehr meldete nur drei Einsätze auf dem Altenaer Stadtgebiet. Los ging es gegen 7.45 Uhr mit einem Wasserschaden im Eingangsbereich des ehemaligen Krankenhauses an der Bornstraße. Dort gab es einen Wasserrohrbruch. Die hauptamtlichen Kräfte der Feuerwache schieberten die Leitung ab und beseitigten mit einem Wassersauger das ausgelaufene Wasser. Gegen 10 Uhr war der Einsatz beendet.

Der zweite Einsatz für die Feuerwehr war um 12 Uhr in Altenas Höhenlage am Großendrescheid. Dort drohten auf der Zufahrt zum Dorf und auf der L692 mehrere Bäume umzustürzen. Die hauptamtlichen Kräfte der Feuerwache und die Löschgruppe Drescheid der Freiwilligen Feuerwehr rückten aus. Vor Ort kümmerte sich dann die Löschgruppe Drescheid um die Bäume und die hauptamtlichen Kräfte der Feuerwache rückten wieder ein. Insgesamt mussten 14 Bäume gefällt werden, da sie eine Gefahr für Verkehrsteilnehmer darstellten. Ein Schneepflug von Straßen NRW unterstützte die Einsatzkräfte auf der vollgesperrten Straße und beseitigte immer wieder das Eis, was von den gefällten Bäumen auf der Straße landete. Der Einsatz war gegen 14.30 Uhr beendet.

Notarzteinsatzfahrzeug droht abzurutschen

Gegen 13.45 Uhr wurden die hauptamtlichen Kräfte der Feuerwache in den Ortsteil Rahmede alarmiert. Vor Ort drohte ein auswärtiges Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) an einem Hang abzurutschen. Der genaue Standort war erst nicht klar. Deshalb fuhr das Hilfsleistungslöschfahrzeug (HLF) in die Straße An der Haardt, eine Sackgasse mit Fußweg zum Nüggelnstück. Hier konnte das NEF aber nicht gesichtet werden. Ärgerlich für die Einsatzkräfte war in dieser Straße der zugeparkte Wendehammer. Somit musste das HLF die komplette Straße wieder im Rückwärtsgang verlassen. Schließlich konnte das NEF unterhalb der Hundertwasserschule gefunden werden. Anwohner hatten bereits mit Schneeschüppen den steilen einspurigen Weg um das NEF freigeschoben; der Notarzt hatte sich laut Feuerwehr-Pressespreche Patrick Slatosch zu Fuß zur Einsatzstelle aufgemacht und den Patienten mit den Kollegen vom Rettungstransportwagen versorgt. Die Feuerwehrleute fuhren das NEF vorsichtig rückwärts den Weg runter und drückten es stellenweise wieder in die Spur. Anschließend wurde das Fahrzeug über den Fußweg Richtung Hundertwasserschule gefahren. Von dort konnten der Notarzt und der Fahrer wieder einrücken.

Der Deutsche Wetterdienst rechnet in der Nacht zu Montag (8. Februar) mit vereinzelten Schneefällen, die aber im Lennetal nicht mehr die Intensität der vergangenen Nacht haben sollen; zudem stellt sich mäßiger Frost ein. Letzteres kann erneut zu glatten Straßen und Wegen führen: Verkehrsteilnehmer sollten also auch am Montagmorgen vorsichtig sein und mehr Zeit für ihre Fahrt einplanen.

Die Märkische Verkehrsgesellschaft (MVG) meldet auf ihrer Internetseite, dass der Linienverkehr der Busse im Märkischen Kreis „komplett eingestellt” ist und die Busse in den Depots bleiben. Ein Ende wird dabei nicht angegeben.

Zu Verspätungen, Teil- und Komplettausfällen kommt es auch im Bahnverkehr — während der Personennahverkehr auf der Ruhr-Sieg-Strecke bis Hagen weitgehend störungsfrei läuft, sind vor allem Verbindungen im Ruhrgebiet, im Münsterland und Ostwestfalen von Ausfällen betroffen. Wer mit der Bahn bis Hagen kommt, muss damit rechnen, dass womöglich sein Anschluss ausfällt oder erst verspätet kommt. Die Warnungen vor Ausfällen und Verspätungen gelten bis mindestens 3 Uhr am frühen Montagmorgen, können sich aber auch in den morgendlichen Berufsverkehr hineinziehen. Bahnfahrer sollten sich vor Antritt ihrer Fahrt daher im Internet informieren.

Für den gesamten Regierungsbezirk Arnsberg gilt ein Lkw-Fahrverbot auf den Autobahnen bis Montag (8. Februar), 18 Uhr*. Das bestätigte die Autobahnpolizei Dortmund gegenüber LOKALSTIMME.DE: Das Verbot gelte flächendeckend, also auch für die Autobahnen 45 und 46. Zunächst war am Sonntag Fahrzeugen ab 7,5 Tonnen die Fahrt auf Steigungsstrecken, wie an der A 2 in Ostwestfalen, untersagt worden; später wurde das Verbot dann ausgeweitet.

*Das Verbot galt erst bis Montag 12 Uhr, wurde aber bis Montagabend 18 Uhr verlängert.

Teile diesen Beitrag auf: