Altena. Wintermeile statt Weihnachtsmarkt: Der Stadtmarketingverein Altena hat sich ‘was einfallen lassen, um trotz aller Einschränkungen und Reglementierungen, mit denen die Corona-Pandemie eingedämmt werden soll, auf das Fest einzustimmen und Lichterglanz in die Innenstadt zu bringen. Und gleichzeitig kehrt auch Leben in leer stehende Geschäftslokale ein. Am Freitag (27. November) ist die Altenaer Wintermeile gestartet.

Statt des Budendorfs im Garten der Burg Holtzbrinck und den Ständen in der Bürgerburg zum Weihnachtsmarkt zieht sich die Wintermeile durch die gesamte Innenstadt. Und auch der Veranstaltungszeitraum ist länger: die gesamte Vorweihnachtszeit statt nur an einem Adventswochenende. „Ich bin stolz und froh, dass wir in unserer schönen Stadt so engagierte Menschen haben, die trotz der schwierigen Zeit, in der wir uns befinden, die vieles von uns an Solidarität und Einschränkungen fordert, so eine tolle Alternative für unseren Weihnachtmarkt gefunden haben”, urteilt Bürgermeister Uwe Kober und ruft die Altenaer/innen auf, das Angebot zu nutzen: „Bitte unterstützen Sie unsere Einzelhändler und nutzen dieses tolle Angebot, vielleicht finden Sie ja das ein oder andere Weihnachtsgeschenk auch ohne die großen Internethändler”.

Das Veranstaltungsprogramm der ersten Altenaer Wintermeile hat fünf Hauptpunkte:

  • Die Weihnachts-Pop-Ups
    Zwischen Markaner und Mittlerer Brücke kehrt in sieben sonst leer stehenden Geschäften Leben zurück. Dort werden weihnachtliche Dekoration, Buchkunst, Schmuck, Naturseifen, Öle und Honig von Ausstellern und Künstlern angeboten. In einem der Pop-Ups gibt es Leckeres „aus der regionalen Küche“. Allerdings nur zum Mitnehmen. Wegen der Corona-Auflagen. Für die Leckereien sorgt die Küche des Gasthofs Spelsberg. Die temporären Ausstellungsräume und Läden sind: Lennestr. 16: Kunst und Dekounikate, Lennestr. 26: regionale Küche zum Mitnehmen und Schwibbögen, Lennestr. 57: Buchkunst, Deko und Leckereien, Lennestr. 57: Schmuck, Deko, Genähtes und Bedrucktes, Lennestr. 65: Naturseifen, Öle, Honig, Holzleuchten, Lennestr. 69: Miniatur-Weihnachtsmarkt, Deko und Holzarbeiten und Kirchstr. 4: Kunst. Die Weihnachts-Pop-Ups sind jeweils mittwochs, donnerstags und samstags von 10 bis 18 Uhr und freitags von 10 bis 20 Uhr geöffnet.
  • Die Altenaer Lichter
    Dafür hat der Stadtmarketingverein etliche leere Glasflaschen gesammelt, gereinigt und mit Lichterdrähten versehen. In rund 20 Geschäften in der Altenaer Innenstadt, in Evingsen und Dahle sind die „Altenaer Lichter“ gegen eine freiwillige Spende erhältlich; die leuchtenden Flaschen sollen in möglichst vielen Fenstern der Burgstadt stehen. Mit dem Spendenerlös möchte der Altena Stadtmarketingverein die Tafel des Stellwerks und das Altenaer Blasorchester unterstützen sowie in die zukünftige Weihnachtsbeleuchtung der Innenstadt investieren, denn die ist in die Jahre gekommen und muss ersetzt werden. Deshalb hofft der Stadtmarketingverein, dass sich viele mit an den Altenaer Lichtern beteiligen. „Wir würden uns freuen, wenn bald in fast jedem Fenster ein Licht strahlen würde. Lasst uns Altena gemeinsam zum Leuchten bringen”, so der Vorstand des Vereins.
  • Der neue Selfie-Point
    Fotos mit der Kamera im Smartphone sind schnell gemacht, verschickt und wohl auch daher beliebt. Am Zögerplatz gibt es zur Wintermeile einen neuen Ort, der zu einem solchen Foto einlädt. Auf die Fassade des Hauses Kirchstraße 4 hat der Fuldaer Künstler Ingmar Süß mit Farben aus der Spraydose Flügel auf die Hauswand gebracht. Wer an der richtigen Stelle davor steht, kann sich – oder andere – engelsgleich ablichten. Die Idee dazu stammt von Miriam Rönnecke.
  • Der Schaufensterwettbewerb
    Daran beteiligen sich die Einzelhändler und Geschäftsleute in der gesamten Innenstadt. Vom Markaner bis hinauf Richtung Langer Kamp haben sie ihre Schaufenster besonders aufwändig dekoriert und geschmückt.
  • Der schönste Weihnachtsbaum
    Für das weihnachtliche Flair sorgen Nadelbäume in der Fußgängerzone. Damit aus ihnen richtige Weihnachtsbäume werden, hat Christiane Haupt erfolgreich eine Initiative bei den Grundschulen gestartet. Schüler/innen der Grundschulen Mühlendorf und Breitenhagen haben das Schmücken der Bäume übernommen. Daraufhin haben die Altenaer Baugesellschaft (ABG) und die Stadtwerke Altena, die auch die Bäume spendiert haben, zu einem Wettbewerb aufgerufen: Auf Stimmzetteln, die in den gleichen Ladenlokalen erhältlich sind, wo es auch die Altenaer Lichter zu kaufen gibt, können alle Altenaer/innen abstimmen, welcher Baum am schönsten geschmückt ist. Die ausgefüllten Stimmzettel sollten, mit Namen und Telefonnummer versehen, im Briefkasten der Stadtwerke (Linscheidstraße) oder der ABG (Kirchstraße) eingeworfen werden. Unter allen Einsendern werden vier Sachpreise in Form eines Gutscheins in Höhe von 25 Altenaer Taler verlost. Das Ergebnis der Abstimmung entscheidet über die drei Hauptpreise für die Auswahl des Materials, der Farbgestaltung und der Ausführungsqualität des Baumschmucks. Die Hauptpreise für die drei Kategorien sind jeweils eine Geldspende in Höhe von 300 Euro an den Förderverein der nominierten Grundschule. (CMz)

Fotos: Björn Braun

Lesen Sie auch:

Teile diesen Beitrag auf: