Der Wahlbezirk: Sturm des Protests gegen Windkraftanlage

Der nordwestliche Teil des Dorfs wählt in der Grundschule – inklusive der Anwohner des Kohlbergs. Und damit ist d a s Aufregerthema der Dahler und bis ins gesamte Stadtgebiet schon verortet: die riesigen Windkraftanlagen, die auf dem Kohlberg zwischen Dahle und Neuenrade in die Höhe wachsen. Die Bauten sind heftig umstritten. Anrainern und Umweltschützer gemeinsam sind dagegen. Verfechter der Energiewende dafür. Die Einflussmöglichkeiten der Stadt waren und sind extrem begrenzt, da das Bauland bereits auf Neuenrader Gebiet liegt. Aktuell ruhen allerdings die Bauarbeiten: Das Oberverwaltungsgericht von NRW hat den Stopp verfügt – es hat Verfahrensfehler ausgemacht. Lärm von Motorradfahrern, die gerne die kurvige Route mit der frisch sanierten Fahrbahn über den Kohlberg nehmen, ist ein weiteres Streitthema.   (CMz)

Die Kandidaten:

Wir haben die Kandidaten gefragt: Warum treten Sie bei der Kommunalwahl an? Was möchten Sie für ihren Wahlbezirk erreichen und was ist Ihr Anliegen für die Stadt Altena insgesamt? Hier die Antworten:

Helmar Roder, CDU, geb. 1962, Fernseh-Techniker

Helmar Roder. Foto: CDU Altena

Seit 1991 wohne ich mit meiner Frau  im schönen Ortsteil Dahle. „Unser Dorf/unsere Stadt hat Zukunft“ ist meine Überzeugung. Als Ortsvorsteher von Dahle durfte ich in den vergangenen zwölf Jahren mit der Unterstützung der Bürger viel bewegen. Doch es gibt weiterhin viele Aufgaben: Wir möchten die dörflichen Strukturen erhalten, medizinische Nahversorgung gewährleisten und die z. T. mangelhafte Straßenqualität verbessern. Der Kindergarten und die Schule müssen im Ort bleiben. Die Firmen vor Ort sind erfolgreich und leisten viel. Wir müssen aber auch alles daransetzen, dass es so bleibt. Wir benötigen die Unternehmen, die Arbeits- und Ausbildungsplätze. Ich setze mich gerne für Sie, für unser Dorf und für Altena im Stadtrat ein.

Helmut Göss, SPD, geb. 1955, selbstständig

Helmut Göss. Foto: SPD Altena

Ich bin seit über 15 Jahren aktives Mitglied der SPD und möchte sozialpolitische Schwerpunkte im Rat der Stadt Altena setzen.
Ich bin in Dahle fest verwurzelt und habe hier mit meiner Frau und meinen beiden Töchtern meine Heimat gefunden. Ich engagiere mich in verschiedenen Gruppen und genieße die gute Nachbarschaft unter den Dahler Bürgern. Es ist mein Herzenzwunsch, meine Stimme für alle Dahler im Rat der Stadt Altena einbringen zu können. Meine Schwerpunkte sind hier schnelles Internet, besserer ÖPNV (öffentlicher Personennahverkehr, Anm. d. Red.) und die Sicherung unserer Schule und des Kindergartens.
Die Digitalisierung der Schulen muss weitergehen. Wir müssen unsere Schulen fit für die neuen Herausforderungen unter Corona machen. Kümmern müssen wir uns auch dringend um unsere Straßen. Die aktuelle Situation ist katastrophal und die teils horrenden Belastungen für Anwohner nicht tragbar.

Cornelia Langenbruch, Grüne, geb. Lehrerin i. Ruhestand

Cornelia Langenbruch. Foto: Grüne Altena

Ich möchte Altena als familienfreundliche Stadt weiterentwickeln und hierbei besonders die Belange der Jugendlichen unterstützen. Aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit interessiere ich mich besonders für die Schulpolitik. Eine gute Ausbildung aller Schülerinnen und Schüler ist mir wichtig. Daher setze ich mich für eine gute Ausstattung der Dahler Grundschule ein. Auch ein stabiles WLAN-Netzwerk und aktuelle Hardware gehören dazu! Das Schwimmbad in Dahle ist unverzichtbar für Schulsport, Sportvereine und als Freizeitbad. Außerdem liegen mir die Tourismusförderung inklusive dem Ausbau der Fahrradwege und die Eindämmung der Lärmbelästigung durch Motorräder sowie die Fördermöglichkeiten für den privaten Ausbau von erneuerbaren Energien am Herzen.

Elisabeth Mlynar, Linke, geb. 1951, Rentnerin
Die Kandidatin hat auf unsere Fragen leider nicht geantwortet.

Claudio Porcu, SDA, geb. 1975, Außendienstmitarbeiter/Vertrieb

Claudio Porcu. Foto: Oliver Pohl

Ich liebe an Altena, dass meine Kinder hier gut behütet und glücklich aufwachsen können, ohne den Stress einer Großstadt, und dass wir trotzdem alles haben, was wir brauchen.
Kinder sind unsere Zukunft und daher setze ich mich für sie besonders ein. Kindergärten, Schulen und Familien verdienen in meinen Augen besondere Beachtung und Förderung, genau wie die Pflege Angehöriger, von der ich selber persönlich betroffen bin. Dieser soziale Aspekt ist der Mittelpunkt meines Lebens und die Vereinbarkeit von Arbeit und Pflege bzw. Familie ist mir am wichtigsten! Ehrenamtliche Tätigkeit ist dabei auch ein wichtiger Punkt, der nicht vernachlässigt werden darf!

 

Rudolf Rabitsch, FDP, geb. 1935, Rentner

Rudolf Rabitsch. Foto: B. Diel

Für den Wahlbezirk 10 tritt Rudolf Rabitsch für die FDP an. Der 83-Jährige ist Rentner und wohnt in Evingsen.
Rudolf Rabitsch engagiert besonders in der Seniorenpolitik. Seine Ziele sind daher auch klar für die Ratsarbeit. Altena muss sich in allen kommunalen Bereichen stark aufstellen, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Die Diskussion, die von Bewohnern des Fritz-Berg-Hauses angestoßen wurden, müssen sachorientiert fortgeführt werden.
Aber auch die Infrastruktur und die Qualität der Straßen ist dem begeisterten Biker wichtig.

 

Das Straßenverzeichnis:

Wahlbezirk 100  – Wahllokal Grundschule Dahle, Westerfelder Straße: Auf der Ebene 1 – 21; Brautweg 2 – 8; Breitenstück 2 – 28; Ehrenmalstraße 1 – 18; Grubenweg 1 – 4, 6 – 10; Hasenkampstraße 1 – 17, 19 – 91; Hauptstraße 28, 30, 31, 33 – 44; Hochstraße 1 – 69; Im Hof 1 – 5; Kämpenstraße neu: nur 2 – 14; Kohlberg 10; Kohlberghaus 1; Luckenbachweg 1 – 5, 7, 11 – 15; Mühlhofstraße 2 – 37; Netzschlade 1, 3; Neuenrader Straße 1 – 7, 9 – 43; Niedermöllerstraße 1 – 72; Rüterschlad1, 2; Schlettenhof 2 – 40; Schürenstück 1 – 7, 8, 12 und Westerfelder Straße 1 – 11, 12 – 23c, 25 – 29, 31

Hier finden Sie die weiteren Wahlbezirke.

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