Altena-Rahmede. Eine Lkw-Ladung mit vermutlich asbesthaltigem Bauschrott haben Unbekannte an einem Hang und im Rahmeder Bach entsorgt. Die Stadt Altena ordnet den Fall als Gewässerverunreinigung mit gefährlichen Stoffen ein, kündigt an, Anzeige zu erstatten und bitte schon im Vorfeld um Hinweise von möglichen Zeugen.

Die illegale Entsorgung muss sich zwischen Samstagmittag (29. August) und Montagmittag (31. August) abgespielt haben und dürfte angesichts der Menge nicht unbemerkt geblieben sein: Nach Einschätzung von städtischem Ordnungsamt und Bauhof der Stadt muss der Bauschrott mit einem 7,5- oder sogar 12-Tonner-Lkw transportiert worden sein. Die Unbekannten haben damit einen Firmenparkplatz in Mühlenrahmede, in Fahrtrichtung Lüdenscheid unmittelbar vor der Tankstelle an der Rahmedestraße, angesteuert und von dort das ausgediente Baumaterial den Hang hinunter und bis in den Rahmeder Bach gekippt.

Asbest-Wahrscheinlichkeit bei „90 Prozent”

Bei dem Müll handelt sich um aller Wahrscheinlichkeit nach asbesthaltige Dämmplatten (Eternitplatten), Dämmwolle und Holzlatten. Die Wahrscheinlichkeit, dass in den Platten das giftige und als krebserregend geltende Asbest enthalten ist, schätzen die Mitarbeiter von Stadt und Kreis „auf 90 Prozent”.

Mitarbeiter des Bauhofs und Mitarbeiter aus der Bereitschaft der Stadtwerke haben noch am Montag damit begonnen, den Bauschrott zu bergen und zur Zwischenlagerung abzutransportieren.

Zusätzlich zur Gefahr, die vom Asbest in den Platten ausgeht, hätten die Latten, Platten und die Dämmwolle auch bei einem höheren Wasserstand der Rahmede mitgerissen werden können und Durchgänge des Rahmeder Bachs verstopfen können — das hätte zu einem Wasserstau oder sogar zu Hochwasser bis auf Firmengelände führen können, hieß es seitens der Stadt.

Auch die untere Wasserbehörde des Märkischen Kreises war vor Ort.

Die Stadt Altena bittet mögliche Zeugen, die zwischen Freitagmittag und Montagmittag Beobachtungen gemacht — das können Anwohner des Unteren Ardeywegs oder der Rahmedestraße, vorbeifahrende Autofahrer oder auch Kunden der angrenzenden Tankstelle sein — , sich bei der Stadt zu melden. Die Telefonnumer: (0 23 52) 209 290. Die Hoffnung der Stadtverwaltung: Der Lkw dürfte beim illegalen Abkippen des Bauschrotts nicht zu übersehen gewesen sein.

Fotos: Björn Braun

 

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