Altena. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei wurden am Dienstagabend (23. Juni) gegen 21.50 Uhr zur Burg Altena alarmiert. Ein augenscheinlich alkoholisierter Mann ist auf eine der äußeren Streben der Burgmauern geklettert und rief von dort aus bis ins Lennetal hörbar herab. Schaulustige filmten den Einsatz mit ihren Smartphones.

+++24. Juni 11.20 Uhr+++

Die Polizei gibt auf LOKALSTIMME.DE Nachfrage neue erschreckende Details zu dem Polizei- und Feuerwehreinsatz von Dienstagabend bekannt. So haben jugendliche Schaulustige auf dem gegenüberliegenden Parkdeck an der Bismarckstraße den Einsatz mit Smartphones gefilmt und versucht den Mann an der Burg durch Zwischenrufe zu weiteren Handeln zu animieren.

Ob ein Autokorso, der während des Einsatzes hupend immer wieder über die Lüdenscheider, Straße, Bahnhofstraße und Lenneuferstraße mit riskanten Wendemanövern gefahren ist, mit den Schaulustigen in Zusammenhang steht, ist noch unklar. Die Polizei zeigte wenig Verständnis für das respektlose Verhalten der Schaulustigen, die durch ihre Zwischenrufe den alkoholisierten Mann noch weiter in Gefahr gebracht haben. Der 37-jährige Werdohler wurde mit einem Rettungswagen in eine Klinik eingeliefert.
(bb)

+++Erstmeldung 23. Juni.+++

Gemeinsam mit einem Notfallseelsorger versuchten Feuerwehr und Polizei den Mann dazu zubringen, seine gefährliche Position zu verlassen. Der Mann schien sich nicht im Klaren zu sein, wie gefährlich sein Handeln in rund 15 Metern Höhe an der äußeren Burgmauer war.

Die Einsatzkräfte bauten vorsorglich einen Sprungretter auf, vergleichbar mit einem großen Luftkissen. Die Feuerwehr sorgte für ausreichend Licht in der einsetzenden Dämmung. Die beiden Burgwarte waren ebenfalls, wie auch die Kripo vor Ort. Das städtische Ordnungsamt war auch informiert.

Kripo-Beamtin leistet Überzeugungsarbeit

Gegen 23.25 Uhr kletterte der Mann wieder zurück in den sicheren Burghof. Eine Mitarbeiterin der Kripo hatte zu ihm im Gespräch einen so guten Kontakt aufbauen können, dass sie den Mann überzeugen konnte, seine gefährliche Position zu verlassen. Angaben zur Person, die zunächst im Rettungswagen versorgt wurde, konnte die Polizei am Abend noch nicht machen.

Die Durchfahrt von der Fritz-Thomée-Straße zur Klusenstraße war für die Dauer des Einsatzes gesperrt.

Die Feuerwehr – die Hauptwache und der Löschzug I (Stadtmitte) der Freiwilligen Feuerwehr – und der Rettungsdienst waren mit 40 Personen im Einsatz.

Fotos: Björn Braun, Carsten Menzel

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