Altena. In exakt einem Jahr, am 3. Juni 2021, steht das nächste Schützenfest der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft in Altena an. Nur: Bislang fehlt die Frage des Hauptmanns ans Schützenvolk, ob wirklich gefeiert werden soll. Kann das Schützenfest aber auch ohne diese Frage gefeiert werden?

Die Antwort auf die Nachfrage von LOKALSTIMME.DE bei Hauptmann Klaus Hesse ist eindeutig: „Ja, es kann!“ Denn: Die Befragung der Gesellschaftsmitglieder im Vorjahr des jeweils nächsten Schützenfestes sei nicht in der Satzung festgeschrieben, sondern „eine Tradition, die sich entwickelt hat, und zum guten Brauch geworden ist“. Insofern ist die Absage des Bungernfestes, bei dem seit den 1990er-Jahren jeweils diese wichtige Frage an die versammelten Schützen gestellt wird und das am 30. August hätte stattfinden sollen, zwar extrem bedauerlich, stellt aber kein Hindernis dar für das große Fest im kommenden Jahr.

Großveranstaltungen weiterhin verboten

„Ähnlich wie bei den Nachbargesellschaften und-vereinen wurden auch bei der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft bereits viele Veranstaltungen abgesagt oder nicht durchgeführt. Betroffen waren bereits beliebte Feiern wie etwa der Tanz in den Mai bei der Kompanie Mühlendorf und die Absage des geplanten Bungernfestes“, zählt Hauptmann Klaus Hesse auf. Zumindest einen Funken Hoffnung hat Hesse noch: „Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Vielleicht finden wir ja noch eine andere Möglichkeit“, macht der Hauptmann Mut. Allerdings dürfte jede weitere Planung davon abhängen, wie sich die Infektionszahlen bei der Corona-Pandemie entwickeln und wie die Auflagen und Einschränkungen angepasst bzw. weiter gelockert werden: Aktuell sind Großveranstaltungen bekanntlich verboten.

Vorbereitungen laufen derzeit weiter

„Insgesamt muss man aber leider sagen, dass wir davon ausgehen, dass noch weitere Veranstaltungen der Kompanien der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft in diesem Jahr dem Corona-Virus zum Opfer fallen werden“, bleibt Hesse daher zurückhaltend, was konkrete Termine oder Veranstaltungen angeht. Trotzdem sei der Vorstand nicht untätig: „Wir sind derzeit bemüht, den Kontakt zu den wichtigen Entscheidungsträgern zu halten. So korrespondiert der Adjutant häufig mit unserem Zeltwirt Kühling aus Vechta. Wir sprechen mit den Kapellen und Bands für das Schützenfest 2021. Darüber hinaus ist unser Fähnrich in regem Kontakt zu den Gremien, die für die Genehmigung unseres Schießstands verantwortlich sind“, hat Hesse den Schützen mitgeteilt. Die Vorbereitungen laufen also im Hintergrund weiter; eine Entscheidung über das große Fest, das alle drei Jahre gefeiert wird, und das mit dem Kränzebinden als Vorlauf meist schon Ende Februar beginnt, steht noch aus.

Hesse ruft zum Durchhalten auf

„Ich bitte daher im Namen des Vorstands der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft alle um Verständnis. Die Gesundheit der Schützen hat für uns erste Priorität. Wir wissen zum jetzigen Zeitpunkt nicht, wann die nächste Veranstaltung stattfinden kann. Aber eines ist gewiss: Die Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft Altena wird wieder feiern!“, ruft Hauptmann Hesse die Schützen und Kränzebinder/innen zum Durchhalten auf.

Aller spätestens mit dem Transport des Adlers durch die Kompanie Rahmede in die Innenstadt - hier ein Bild aus dem Jahr 2018 - wird die heiße Phase des Schützenfests eingeläutet. Foto (Archiv): Björn Braun
Aller spätestens mit dem Transport des Adlers durch die Kompanie Rahmede in die Innenstadt – hier ein Bild aus dem Jahr 2018 – wird die heiße Phase des Schützenfests eingeläutet. Foto (Archiv): Björn Braun

Teile diesen Beitrag auf: