Altena-Rahmede. Die Feuerwehr hat ihren ersten großen Waldbrandeinsatz beendet: Am Kleinendrescheid ist am Freitagmittag (29. Mai) in einem abgerodeten Waldstück ein Feuer ausgebrochen; es hat auf einer Fläche von rund 9.000 Quadratmetern gebrannt.

+++ neu, Samstag, 30. Mai +++: Die Nachlöscharbeiten haben sich bis in die Nachtstunden zum Samstag (30. Mai) hingezogen; die letzte Brandwache ist erst am Samstagvormittag um 11.20 Uhr wieder eingerückt. Bis dahin haben sich Einheiten der Altenaer Feuerwehr abgewechselt, um ein Wiederaufflammen des Feuers zu verhindern. Zur Brandursache gibt es derzeit noch keine gesicherten Erkenntnisse.

+++ neu, (Freitag, 29. Mai) 17.58 Uhr +++: Die ersten Einsatzkräfte werden aktuell durch neues Personal ausgetauscht. Die Feuerwehrleute sind noch immer dabei die Glutnester abzulöschen und den Waldboden teilweise umzugraben. Mit einer Drohne, ausgestattet mit einer Wärmebildkamera, wird aus der Luft nach Glutnestern gesucht. Die Einsatzkräfte werden durch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Altena mit Getränken versorgt. Der Einsatz wird sich noch bis in die Abendstunden hinziehen.

Landwirte helfen bei der Wasserbeschaffung

„Der Einsatz ist gut gelaufen“, lautet ein erstes Fazit von Altenas Stadtbrandinspektor Alexander Grass, der sich sowohl bei den Feuerwehren Schalksmühle (Dahlerbrück), Iserlohn und Wiblingwerde für die Hilfe bedankt, wie auch bei den Landwirten, die mit drei Güllebehältern – jedes fasst 10.000 Liter – geholfen haben, Wasser zur abgelegenen Einsatzstelle zu bringen. „Wir hatten aber auch Glück“, sagt Grass weiter: „Der Wind kam zwar aus unterschiedlichen Richtungen, war aber nicht so stark, um das Feuer weiter anzufachen.“ Auch ein Harvester, eine professionelle Holzernte-Maschine des Forstamts, die vor Ort war, habe gute Hilfe geleistet: „Damit konnten wir eine Schneise schlagen und eine natürliche Barriere gegen das Feuer schaffen“, berichtet der Feuerwehrchef von dem aufwendigen wie kräftezehrenden Einsatz.

Altenas Stadtbrandinspektor verbindet den ersten großen Waldbrandeinsatz dieses Jahres mit der dringenden Mahnung an alle Wanderer und Spaziergänger auf keinen Fall im Wald zu rauchen oder offenes Feuer zu nutzen; Grass: „Der Boden ist total trocken.“ Wer Rauch aus dem Wald aufsteigen sieht, solle sofort die Feuerwehr benachrichtigen.

Fotos: Björn Braun

+++ 15.20 Uhr +++: Die Feuerwehr hat den Waldbrand jetzt unter Kontrolle – aber gelöscht ist das Feuer noch lange nicht. Die Löscharbeiten werden sich wohl bis in die Abendstunden hinziehen. Das Feuer hat sich auf einer Fläche von rund 9.000 Quadratmetern ausgebreitet, so erste Schätzungen; die Feuerwehr hat aber verhindern können, dass die Flammen von der gerodeten Fläche aus auf angrenzende Waldstücke übergreifen. Jetzt müssen alle Glutnester abgelöscht und dazu teilweise auch der Waldboden umgegraben werden.

+++ 14.17 Uhr +++: Das Problem für die Feuerwehr ist die Wasserversorgung in dem abgelegenen Gelände. Mittlerweile sind auch Löschfahrzeuge der Feuerwehren aus Schalksmühle und Nachrodt-Wiblingwerde (aus dem Löschzug Wiblingwerde) hinzugezogen worden. Örtliche Landwirte schaffen mit Güllewagen Wasser zum Löschen an die Einsatzstelle. Insgesamt sind derzeit rund 100 Einsatzkräfte vor Ort.

Wie groß die Fläche ist, auf der sich das Feuer ausgebreitet hat, lässt sich noch nicht genau sagen. Auf der gerodeten Fläche liegen teilweise noch aufgestapelte Baumstämme.

+++ Erstversion +++: Nach der Feuerwache und dem Löschzug III (Rahmedetal, Rosmart, Drescheid) der Freiwilligen Feuerwehr haben inzwischen auch die Sirenen in der Stadtmitte die Feuerwehr zur Verstärkung nachalarmiert. Auch die Werkfeuerwehr von VDM-Metals am Linscheid ist mit einem Löschfahrzeug zu dem Waldbrand geeilt.

Das Feuer ist gegen 12 Uhr aus einem Waldstück zwischen Großendrescheid und Ardey gemeldet worden: Vor Ort stellte sich heraus, dass eine abgerodete Fläche brennt. Dichte Rauchschwaden steigen auf, offenes Feuer ist zu sehen.

Der Löschzug II (Dahle, Evingsen) der Altenaer Feuerwehr besetzt laut Kreisleitstelle jetzt die Feuerwache in der Nette für etwaige weitere Einsätze.

Wir berichten weiter.

Fotos: Björn Braun

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