Altena. Es gibt Neuigkeiten von der Schriftstellerin Lena Schätte aus Altena: Sie ist beim diesjährigen Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt dabei. Der renommierte Literaturwettbewerb gilt als eines der wichtigsten Foren für Gegenwartsliteratur im deutschsprachigen Raum.
„Ich habe mir schon lange gewünscht dort eingeladen zu werden“, sagt Lena Schätte auf Anfrage von LOKALSTIMME. Vor einigen Jahren saß sie schon einmal als Zuschauerin im Fernsehstudio, weil sie in Klagenfurt an einem Nachwuchs-Literaturkursus teilnahm. „Ich weiß also, was für ein wunderbares Literaturspektakel auf mich zukommt“, so Schätte. Zudem sei die Auswahl der anderen Autorinnen und Autoren so gut, dass sie „ganz aus dem Häuschen“ sei. Allesamt tolle Stimmen, die sie selbst lese und sehr schätze.
Schätte trägt neuen, ihr wichtigen Text vor
Die Teilnahme am Ingeborg-Bachmann-Preis ist für viele Schriftstellerinnen und Schriftsteller ein wichtiger Schritt, da der Wettbewerb nicht nur eine Bühne für neue literarische Texte bietet, sondern auch große öffentliche Aufmerksamkeit erzeugt. Für Schätte bedeutet die Einladung insbesondere die Möglichkeit, einen ihr wichtigen, neuen Text vorzustellen. „Ich freue mich, dass er ein großes Publikum bekommt, ganz egal, wie’s dann ausgeht.“
Der Ingeborg-Bachmann-Preis findet im Rahmen der „Tage der deutschsprachigen Literatur“ vom 24. bis 28. Juni 2026 in Klagenfurt am Wörthersee statt. Die eigentlichen Lesungen und Jurydiskussionen laufen vom 25. bis 27. Juni, die Preisverleihung folgt am 28. Juni. 3sat überträgt um 11 Uhr die Veranstaltung live aus dem ORF-Theater in Klagenfurt, zusätzlich sind die Lesungen und Diskussionen auch online in der Mediathek zu sehen.
„Das Schwarz an den Händen meines Vaters“ kommt auf die Bühne
Parallel sorgt Lena Schättes Arbeit auch abseits der Literaturpreise weiter für Aufmerksamkeit: Ihr Roman „Das Schwarz an den Händen meines Vaters“ wird am Theater Oberhausen als Bühnenfassung umgesetzt. Die Uraufführung der Inszenierung von Regisseurin Katharina Bill ist für den 7. November 2026 im Studio des Theaters Oberhausen angekündigt. Schättes vielfach beachteter Roman erzählt von familiären Abhängigkeiten, Alkoholmissbrauch und den Spuren, die ein schwieriges Elternhaus hinterlässt. Im Mittelpunkt steht mit Motte eine junge Frau, die versucht, sich aus einem von Sucht geprägten familiären Kreislauf zu lösen. Das Theater Oberhausen beschreibt den Stoff als Geschichte über den „doppelten Ausstieg“ aus familiärer Belastung und Abhängigkeit.
Wer bei der Inszenierung mitwirken möchte, kann sich übrigens bewerben: Gesucht werden „nicht professionelle“ Darstellerinnen und Darsteller ab 16 Jahre, die Lust haben, gemeinsam mit Katharina Bill und ihrem Team in diesen besonderen Roman einzutauchen und sich mit dem Thema Alkoholgenuss und -Missbrauch in unserer Gesellschaft zu beschäftigen. Weitere Infos gibt es auf der Website des Theaters.



