Zug 1 der Kompanie Mühlendorf veranstaltete am Samstag einen besonderen Kränzebinder-Abend: Mit Planwagen ging es hoch auf den Berg und zur Einkehr ins Restaurant Windspiel.
Fotos: Ilka Kremer
Altena. Planwagenfahrt, alte Fotos, traditionelles Binden, Tante Gertrut und ein Betonmischer: Zug 1 der Kompanie Mühlendorf hat am Samstag einen besonderen Kränzebinder-Abend veranstaltet.
Zugführer Philipp Padberg und sein Spieß Marius Wirth freuten sich über die große Resonanz bei diesem Kränzebinden der etwas anderen Art. Mit viel Liebe zur Tradition, einer guten Portion Humor und außergewöhnlichen Ideen wurde der Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis für die rund 80 Frauen und Männer, darunter Gäste aus Zug 3 der Kompanie Mühlendorf.
Bereits der Auftakt hatte es in sich: Mit gleich vier Planwagen startete die Gruppe am Parkplatz Langer Kamp in Altena zu einer geselligen Tour. Die Route führte durch die Nette, über Evingsen und Eileringsen hinauf zum Hegenscheid. Unterwegs herrschte beste Stimmung – es wurde viel gesungen, allen voran die Schützenklassiker „Auf der Vogelwiese“ und „Hermann Löns, die Heide brennt“ , der als echte Gassenhauer mehrfach angestimmt wurden. Natürlich durften auch kühle Getränke nicht fehlen, sodass die Fahrt zu einem fröhlichen Gemeinschaftserlebnis wurde.
Eng und zugleich gemütlich
Am Ziel angekommen, ging es in das Restaurant Windspiel, wo das eigentliche Kränzebinden stattfinden sollte. Wirtin Bianca Born hatte zusammen mit ihrem Team grün-weiß geschmückt und freute sich sehr über den Besuch der Kränzebinder. Doch der große Andrang stellte die Organisatoren vor eine Herausforderung: Die rund 80 Teilnehmer sorgten für eine derart volle Stube, dass es eng und gemütlich zugleich wurde. Letztlich konnte das traditionelle Binden der Kronen und Kränze nur an einem einzigen Tisch demonstriert werden – und selbst das wurde im Laufe des Abends aufgegeben, weil schlicht der Platz fehlte.
Zug 1 Mühlendorf bindet nach alter Tradition
Dabei lag gerade hierin die Besonderheit des Abends. Wie Spieß Marius Wirth und Zugführer Philipp Padberg betonten, ist der Zug 1 der einzige innerhalb der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft, der das klassische Binden pflegt. Während alle anderen die bunten Bänder stecken. „Uns ist es wichtig, die ursprüngliche Technik beizubehalten und an die nächsten Generationen weiterzugeben„, erklärt der 32-jährige Wirth, der die alte Bindetechnik auch von den Älteren gelernt hat.
Beste Stimmung mit „Tante Gertrud“ und den Lottozahlen
Trotz der räumlichen Enge tat dies der Stimmung keinen Abbruch. Im Gegenteil: Besonders als „Tante Gertrud“, extra aus Köln angereist, ins Restaurant rauschte und sich als erstes Meinolf Schäfer schnappte, um ihn ordentlich zu herzen. Die Situationskomikerin brachte mit ihren Sprüchen den Raum und die Lachmuskeln zum Beben.
Auch verschiedene Spiele, darunter eine humorvolle „Lottozahlen“-Runde, kamen bestens an. Für dieses Spiel hatte der Spieß sogar einen Betonmischer organisiert – eine augenzwinkernde Reminiszenz an frühere Zeiten, als Peter Rolf diese ungewöhnliche Methode für die Ziehung der Lottozahlen nutzte. Der gesamte Abend stand im Zeichen von Nostalgie und Kameradschaft.
Beim nächsten Mal feiert der Zug 1 – ganz wie die übrigen Züge der Kompanie Mühlendorf – wieder im Thomas-Morus-Haus.


















